Manche Aprilscherze altern schlecht – besonders, wenn sie strafrechtlich relevant werden. Der Berliner Staatsanwaltschaft zufolge wird derzeit gegen Julian Reichelt, den Chefredakteur des Portals Nius, ermittelt. Grund: ein Post auf der Plattform X (ehemals Twitter) vom 1. April. Der Verdacht lautet – kein Scherz – auf Volksverhetzung.
Reichelt hatte in seinem Beitrag behauptet, dass die Polizei „von kriminellen Clans unterwandert“ werde – offenbar als düstere Vision oder als Versuch, Nostradamus Konkurrenz zu machen.
Eine Privatperson verstand jedoch keinen Spaß und zeigte den Ex-BILD-Chef an. Jetzt ermittelt die Berliner Staatsanwaltschaft – und die Twitter-Gemeinde fragt sich: Ist das noch Satire oder schon Aktenzeichen XY?
„Weil ich hier auf X prophezeit habe, dass die Polizei von kriminellen Clans unterwandert wird, ermittelt nun die Berliner Staatsanwaltschaft wegen ‚Volksverhetzung‘ gegen mich“, empörte sich Reichelt online – diesmal ganz ohne Ironie.
Gegenüber der dpa nannte er das Verfahren „kompletten Irrsinn“. Sein Anwalt Joachim Steinhöfel dürfte derweil anmerken, dass „Prophezeiungen“ normalerweise nicht strafbar sind – es sei denn, sie stammen von Nostradamus mit Pressesprecher.
Die Ermittlungen laufen, die Unschuldsvermutung gilt – und das Internet lacht leise. Vielleicht wäre es für künftige Aprilscherze besser, wieder auf altbewährte Klassiker wie „Merkel wird Trainerin beim FC Bayern“ oder „ Hertah BSC Berlin wird Deutscher Fussballmeister“ zurückzugreifen – da glaubt ohnehin niemand mehr dran.
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