Der US-Astronaut Jim Lovell, bekannt als Kommandant der legendären Apollo-13-Mission, ist am 7. August 2025 in Lake Forest, Illinois, im Alter von 97 Jahren verstorben. Die NASA würdigte Lovell als Pionier, dessen „Charakter und unerschütterlicher Mut“ Millionen Menschen inspiriert habe.
Lovell, geboren 1928 in Cleveland (Ohio) und aufgewachsen in Milwaukee, trat 1962 ins Astronautenprogramm ein. Er flog viermal ins All, darunter:
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Gemini VII (1965) und Gemini XII (1966)
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Apollo 8 (1968) – erster bemannter Flug in den Mondorbit
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Apollo 13 (1970) – geplanter Mondflug, der nach der Explosion eines Sauerstofftanks zu einer dramatischen Rettungsmission wurde.
Berühmt wurde Lovells Funkspruch an die Bodenstation: „Houston, we’ve had a problem.“ Unter seiner Führung verwandelte die Crew das Mondlandemodul in ein provisorisches „Rettungsboot“ und steuerte die Raumkapsel mithilfe des Sonnenstandes sicher zur Erde zurück.
Die Mission, später im Hollywood-Film „Apollo 13“ (1995) mit Tom Hanks in der Rolle Lovells verfilmt, gilt als Meisterleistung in Krisenmanagement und Teamarbeit.
Lovell verließ 1973 die US-Navy und das Raumfahrtprogramm und wechselte in die Privatwirtschaft. Obwohl er nie selbst den Mond betreten konnte, sagte er rückblickend: „Ich bin sehr stolz auf Apollo 13, auch wenn ich nicht gelandet bin.“
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