Nach dem tödlichen Schusswaffenangriff am Bondi Beach in Sydney ist der mutmaßliche Täter erstmals öffentlich vor Gericht erschienen. Naveed Akram wurde per Videoübertragung zu einer Anhörung zugeschaltet, die nur wenige Minuten dauerte.
Der Angeklagte, dem Terrorismus sowie 15-facher Mord vorgeworfen werden, äußerte sich während des Termins kaum. Australischen Medien zufolge standen bei der kurzen Verhandlung vor allem formale und organisatorische Fragen im Mittelpunkt.
Der Angriff ereignete sich am 14. Dezember während einer Chanukka-Zeremonie am Bondi Beach. Nach Angaben der Behörden eröffneten Naveed Akram und sein Vater Sajid Akram das Feuer auf die Anwesenden. 15 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Ermittler werten die Tat als antisemitisch motivierten Anschlag.
Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die beiden Täter von der Ideologie der Terrormiliz „Islamischer Staat“ beeinflusst gewesen sein. Der 50-jährige Sajid Akram wurde noch am Tatort von der Polizei erschossen.
Der Verteidiger des Angeklagten, Ben Archbold, erklärte vor Gericht, sein Mandant werde unter „sehr belastenden Bedingungen“ in Haft gehalten. Ob sich Naveed Akram schuldig bekennen werde, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.
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