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Anpassungen am Immobilienmarkt: Ein Rückblick und Ausblick

GregoryButler (CC0), Pixabay
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Im letzten Quartal 2023 setzte sich der Trend fallender Immobilienpreise in Deutschland fort. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Preise durchschnittlich um 7,2%, mit einem Quartalsrückgang von 2,2%. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) fiel auf 175,2 Punkte, was einem Rückgang von 10,0% seit dem Höchststand Mitte 2022 entspricht. Der Index, der auf realen Transaktionsdaten basiert, zeigt die Preisentwicklung für Wohn- und Gewerbeimmobilien auf.

Wohnimmobilien verzeichneten im Jahresvergleich einen Rückgang von 6,1%, während Gewerbeimmobilien mit 12,1% noch stärker betroffen waren. Die Preise für Wohnimmobilien sind seit ihrem Höhepunkt um 8,4% gefallen, Gewerbeimmobilien sogar um 16,5%. Trotz des Preisrückgangs bleibt eine Trendwende am Immobilienmarkt ungewiss.

Interessant ist die Entwicklung der Mieten und Renditen: Während die Wohnimmobilienpreise sanken, blieben die Neuvertragsmieten stabil und die Renditen stiegen, was auf einen anhaltenden Wohnraummangel hindeutet. In den sieben größten deutschen Städten waren die Preisrückgänge etwas geringer, mit Berlin als Spitzenreiter bei Miet- und Renditesteigerungen.

Der Gewerbeimmobilienmarkt zeigt eine stärkere Preiskorrektur, insbesondere bei Büroimmobilien. Ein Lichtblick sind die steigenden Neuvertragsmieten im Einzelhandelssektor, die nach Jahren des Rückgangs wieder anziehen.

Für 2024 wird zwar ein herausforderndes Jahr erwartet, aber die Marktexperten rechnen mit einer allmählichen Abmilderung der Abwärtstendenzen. Eine Stabilisierung der Wohnimmobilienpreise könnte im Sommer eintreten, bei Gewerbeimmobilien erst gegen Jahresende. Die Zinsstabilisierung, steigende Renditen und anhaltende Mietsteigerungen könnten die Attraktivität von Immobilieninvestitionen wieder erhöhen.

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