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Angst vor neuem Handelskrieg zwischen den USA und China lässt asiatische Börsenkurse abstürzen

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Die wichtigsten Börsen Asiens gerieten am Montag stark unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump mit neuen, dreistelligen Zöllen auf chinesische Importe drohte. Die Furcht vor einer erneuten Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt versetzte die Märkte in Aufruhr.

Der Auslöser: China hatte kürzlich den Export sogenannter Seltener Erden weiter eingeschränkt – eine Gruppe von kritischen Rohstoffen, die unverzichtbar für die Herstellung von Elektronik, Halbleitern und Autos sind. China dominiert den weltweiten Markt für diese Materialien.

Diese Maßnahmen folgten auf neue US-Exportbeschränkungen gegenüber China, die Ende September in Kraft traten – trotz scheinbarer Fortschritte in den Handelsgesprächen im Sommer.

Die chinesischen Exportkontrollen, die teilweise erst im November greifen sollen, könnten insbesondere ostasiatische Volkswirtschaften wie Japan, Südkorea und Taiwan hart treffen, die eine Schlüsselrolle in der globalen Lieferkette für Technologie und Künstliche Intelligenz spielen.


📉 Märkte reagieren scharf

In der Frühphase des Montagshandels fielen:

  • Hang Seng Index (Hongkong): –2,4 %
  • Shanghai Composite (China): –1,6 %
  • KOSPI (Südkorea): –1,5 %
  • TAIEX (Taiwan): –2,3 %
  • S&P/ASX 200 (Australien): –0,5 %

Die Tokio-Börse blieb aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Im Verlauf des Tages schwächten sich die Verluste etwas ab.


💬 Trump droht, China kontert

Trump zeigte sich offenbar überrascht von Chinas „feindlicher“ Maßnahme und kündigte am Freitag neue 100-%-Zölle auf chinesische Waren ab dem 1. November an – was den Handelskonflikt sofort neu entfachte. Damit würden sich die Gesamtzölle auf rund 130 % belaufen – nahe dem Höchststand von 145 % im Frühjahr dieses Jahres.

Die Nachricht ließ auch die US-Börsen am Freitag einbrechen.
S&P 500 und Nasdaq verzeichneten ihren schlechtesten Tag seit April, der Dow Jones fiel so stark wie zuletzt im Mai.

Am Sonntag schlug Peking zurück und kündigte Gegenmaßnahmen an. Das chinesische Handelsministerium betonte, man sei „nicht ängstlich“ vor einem Handelskrieg, rief aber zugleich zu weiteren Verhandlungen auf. Die chinesische Seite verteidigte die neuen Regeln zu Seltenen Erden als „legitime Maßnahme“ und machte die USA für die Eskalation verantwortlich.


🤝 Hoffnung auf neue Gespräche?

Trotz harter Worte ließ das Weiße Haus Gesprächsbereitschaft erkennen.
Trump schrieb auf Truth Social:

„Die USA wollen China helfen, nicht schaden. Keine Sorge – das wird alles gut!“

Konkretere Aussagen blieb er allerdings schuldig. Trotzdem stiegen die US-Aktienfutures am Sonntagabend:

  • Dow-Futures: +0,87 %
  • S&P 500-Futures: +1,33 %
  • Nasdaq-Futures: +1,86 %

US-Vizepräsident JD Vance appellierte an China, den „Weg der Vernunft“ zu wählen, betonte aber auch:

„Die USA haben deutlich mehr Karten in der Hand, sollte China aggressiv reagieren.“


📌 Fazit:

Die Lage ist angespannt – ein neuer Handelskrieg scheint möglich, doch beide Seiten zeigen Anzeichen von Gesprächsbereitschaft. Der wirtschaftliche und politische Tanz zwischen Washington und Peking bleibt delikat und potenziell explosiv.

Diese Meldung wird laufend aktualisiert.

 

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