Die Welt taumelt am Rand multipler Krisen: Drohnen über Skandinavien, Kriegsgefahr in Osteuropa, Gaza kurz vor dem Flächenbrand – und die Inflation klopft in den USA wieder an.
Und was liefert Donald Trump vor der UNO-Generalversammlung? Eine Mischung aus Baustellen-Nostalgie, Klimamythen und Eigenlob.
Escalator-Gate und Terrazzo-Trauma
Statt über Sicherheitspolitik sprach der US-Präsident minutenlang über eine kaputte Rolltreppe im UNO-Hauptquartier und beklagte, dass man damals sein Angebot für „edle Marmorböden“ abgelehnt habe. Stattdessen: „Terrazzo“. Ein Skandal, so Trump.
Klimawandel à la Trump
Zur Klimakrise erklärte er, Luft habe „eine amorphe Form“ und wehe halt von China nach Amerika. Dazu die Warnung vor einer angeblichen „Kuh-Massenvernichtung“ durch Umweltschützer.
Buhmann und Bittsteller zugleich
Verbündete hörten, dass ihre Länder „in die Hölle“ gingen. Großbritannien bekam nach royaler Lobhudelei prompt eine Abreibung – Trump fabulierte von „Scharia-Gesetzen in London“ und verspottete Premier Starmer wegen erneuerbarer Energien.
Gleichzeitig bettelte Trump erneut um einen Nobelpreis, weil er angeblich „sieben Kriege beendet“ habe – manche davon, bevor sie überhaupt begonnen hatten.
Ukraine: Worte im Zickzack
Offiziell kein neuer Kurs in seiner Ukraine-Politik. Doch kurz darauf sagte er, NATO solle russische Jets abschießen – „je nach Umständen“. Auf Truth Social verkündete er, die Ukraine könne „alles zurückerobern“, lobte NATO-Hilfe und nannte Russland einen „Papiertiger“. Am nächsten Tag kann es wieder anders klingen.
UNO als Punchingball
Die Organisation, einst US-Gründung, ist für Trump nur ein Ort voller „leerer Worte“. Sein Fazit: „Wozu gibt es die UNO überhaupt?“ – eine Frage, die er offenbar wirklich nicht beantworten kann.
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