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Analyse des Jahresabschlusses der reconcept consulting GmbH für das Geschäftsjahr 2023

ASPhotohrapy (CC0), Pixabay
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1. Allgemeine Unternehmensdaten:

  • Gesellschaft: reconcept consulting GmbH
  • Sitz: Hamburg
  • Rechtsform: GmbH
  • Geschäftsjahr: 01.01.2023 – 31.12.2023
  • Feststellung des Jahresabschlusses: 22.11.2024
  • Datum der Hinterlegung: 14.01.2025
  • Geschäftsführer: Sven Jessen

2. Bilanzanalyse:

2.1. Aktiva:

Posten 31.12.2023 (EUR) 31.12.2022 (EUR) Veränderung (EUR) Veränderung (%)
Anlagevermögen 2.766.062,00 152.000,00 +2.614.062,00 +1.719,78 %
– Immaterielle Vermögensgegenstände 2.664.062,00 0,00 +2.664.062,00
– Finanzanlagen 102.000,00 152.000,00 -50.000,00 -32,89 %
Umlaufvermögen 584.496,40 418.273,32 +166.223,08 +39,75 %
– Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 579.314,65 104.450,68 +474.863,97 +454,62 %
– Liquide Mittel 5.181,75 313.822,64 -308.640,89 -98,35 %
Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 4.888,42 -4.888,42 -100 %
Summe Aktiva 3.350.558,40 575.161,74 +2.775.396,66 +482,61 %
Interpretation:
  • Anlagevermögen:
    • Starker Anstieg um 1.719,78 %, hauptsächlich durch Erwerb immaterieller Vermögensgegenstände (Kundenstamm).
    • Rückgang der Finanzanlagen (-32,89 %) durch Veräußerung oder Wertminderung.
  • Umlaufvermögen:
    • Deutliche Zunahme der Forderungen (+454,62 %), was auf starke Außenstände hinweist.
    • Liquide Mittel stark gesunken (-98,35 %), möglicherweise durch Investitionen oder Zahlungsausfälle.
  • Rechnungsabgrenzungsposten:
    • Komplett aufgelöst, was auf Erfüllung der abgegrenzten Verpflichtungen hindeutet.

2.2. Passiva:

Posten 31.12.2023 (EUR) 31.12.2022 (EUR) Veränderung (EUR) Veränderung (%)
Eigenkapital 2.847.733,40 201.815,22 +2.645.918,18 +1.310,82 %
– Gezeichnetes Kapital 50.000,00 25.000,00 +25.000,00 +100 %
– Kapitalrücklage 2.777.115,31 52.115,31 +2.725.000,00 +5.227,01 %
– Bilanzgewinn 20.618,09 0,00 +20.618,09
Rückstellungen 58.330,00 20.500,00 +37.830,00 +184,54 %
Verbindlichkeiten 444.495,00 352.846,52 +91.648,48 +25,97 %
Summe Passiva 3.350.558,40 575.161,74 +2.775.396,66 +482,61 %
Interpretation:
  • Eigenkapital:
    • Starker Anstieg um 1.310,82 %, insbesondere durch Kapitalzuführung (Kapitalrücklage) und Erhöhung des gezeichneten Kapitals.
    • Bilanzgewinn von 20.618,09 EUR weist auf ein positives Jahresergebnis hin.
  • Rückstellungen:
    • Erhöhung um 184,54 %, was auf höhere Projektrisiken oder erwartete Verbindlichkeiten hinweist.
  • Verbindlichkeiten:
    • Anstieg um 25,97 %, vor allem gegenüber Gesellschaftern (422.355,17 EUR).

3. Finanzielle Kennzahlen:

Eigenkapitalquote:

Eigenkapitalquote=2.847.733,403.350.558,40×100≈84,98%\text{Eigenkapitalquote} = \frac{2.847.733,40}{3.350.558,40} \times 100 \approx 84,98 \%

  • Sehr hohe Eigenkapitalquote, was eine stabile Finanzlage signalisiert.

Liquidität 1. Grades:

Liquidita¨t 1. Grades=5.181,75444.495,00×100≈1,17%\text{Liquidität 1. Grades} = \frac{5.181,75}{444.495,00} \times 100 \approx 1,17 \%

  • Extrem niedrige Liquidität, die Zahlungsschwierigkeiten nahelegt.

4. Fazit:

Stärken:

  • Massive Eigenkapitalerhöhung durch Kapitalzuführung und Bildung von Kapitalrücklagen.
  • Verbesserte Bilanzstruktur durch hohe Eigenkapitalquote (84,98 %).
  • Positiver Jahresüberschuss, was auf eine verbesserte Ertragslage hindeutet.
  • Starker Anstieg des Anlagevermögens durch Zukauf immaterieller Werte (Kundenstamm).

Schwächen:

  • Kritisch niedrige Liquidität (1,17 %), was auf Zahlungsengpässe hinweist.
  • Starker Anstieg der Forderungen, was auf mangelhaftes Forderungsmanagement hinweisen könnte.
  • Erhöhte Rückstellungen, möglicherweise durch Projektrisiken.

5. Handlungsempfehlungen:

  1. Verbesserung der Liquidität:
    • Forderungsmanagement stärken, um Außenstände schneller einzuziehen.
    • Liquiditätsreserven aufbauen, um Zahlungsengpässe zu vermeiden.
  2. Finanzierungsstruktur überwachen:
    • Weiterhin auf hohe Eigenkapitalquote achten, um Fremdfinanzierungskosten zu vermeiden.
    • Kurzfristige Verbindlichkeiten reduzieren, um die kurzfristige Liquidität zu verbessern.
  3. Kosten- und Risikomanagement:
    • Detaillierte Analyse der erhöhten Rückstellungen und Risikobewertung vornehmen.
    • Kosteneinsparungen im Bereich Projektentwicklung prüfen.
  4. Stärkung der Ertragskraft:
    • Optimierung des Kundenstamms nutzen, um langfristige Einnahmequellen zu sichern.
    • Ertragssteigernde Projekte priorisieren und unrentable Projekte kritisch prüfen.

 

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