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Amazon streicht 14.000 Stellen – Verwaltung im Fokus: Konzern will sich „neu aufstellen“

Tumisu / Pixabay
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Der weltgrößte Onlinehändler Amazon kündigt einen weiteren massiven Stellenabbau an: Rund 14.000 Arbeitsplätze in der Verwaltung sollen weltweit gestrichen werden. Das teilte das Unternehmen in einer internen Mitteilung mit, in der es von einer „notwendigen organisatorischen Anpassung“ sprach.

Konzernumbau statt Wachstumseuphorie

Nach Jahren des ungebremsten Wachstums zieht Amazon nun die Reißleine. Während der Corona-Pandemie hatte der Konzern im großen Stil eingestellt – vor allem, um der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Online-Bestellungen und Cloud-Diensten gerecht zu werden. Nun aber, da sich das Konsumverhalten normalisiert hat und Kostendruck herrscht, sind viele der damals geschaffenen Stellen überflüssig geworden.

Laut US-Medien sollen die Kündigungen bereits in dieser Woche beginnen. Offiziell begründet Amazon die Entscheidung mit einer „Straffung interner Prozesse“ und einer „Fokussierung auf strategisch wichtige Geschäftsbereiche“.

Deutschland könnte betroffen sein – aber noch herrscht Unklarheit

Ob und in welchem Umfang auch deutsche Standorte betroffen sind, ließ der Konzern bislang offen. Amazon beschäftigt hierzulande über 36.000 Menschen – vor allem in Logistikzentren, Kundenservice und Verwaltung. Besonders die Bürostandorte in München, Berlin und Luxemburg könnten im Zuge des globalen Stellenabbaus überprüft werden.

In einem ersten Statement erklärte ein Sprecher:

„Wir evaluieren weltweit unsere Strukturen, um langfristig effizienter zu werden. Entscheidungen zu einzelnen Ländern oder Teams stehen noch aus.“

Fortsetzung eines globalen Sparkurses

Der geplante Stellenabbau ist nicht der erste: Bereits 2023 und 2024 hatte Amazon zehntausende Arbeitsplätze gestrichen – insbesondere in den Bereichen Personalwesen, Alexa-Entwicklung, Prime Video und Twitch. Insgesamt wurden in den letzten zwei Jahren über 30.000 Jobs abgebaut.

Mit dem aktuellen Schritt erreicht die Zahl der gestrichenen Stellen ein neues Ausmaß. Von den Maßnahmen betroffen sind laut Insidern vor allem Verwaltungs-, Management- und Supportfunktionen – also jene Abteilungen, die nicht unmittelbar mit dem operativen Geschäft wie Lager oder Zustellung verbunden sind.

1,5 Millionen Beschäftigte weltweit

Amazon zählt zu den größten Arbeitgebern der Welt. Weltweit arbeiten derzeit mehr als 1,5 Millionen Menschen für den Konzern – der Großteil davon in der Logistik. Die 14.000 geplanten Streichungen entsprechen zwar nur rund einem Prozent der Belegschaft, treffen aber vor allem gut bezahlte Büroarbeitsplätze, die bisher als relativ sicher galten.

Reaktion an der Börse: Anleger zeigen sich gelassen

An der Börse reagierten die Investoren gelassen. Der Aktienkurs von Amazon legte nach der Ankündigung leicht zu. Analysten werten den Stellenabbau als Signal für Disziplin und Kostenbewusstsein – Tugenden, die nach Jahren aggressiver Expansion bei den Finanzmärkten wieder stärker gefragt sind.

Fazit

Mit dem erneuten Jobabbau setzt Amazon seine Strategie der Effizienzsteigerung fort – und zeigt, dass selbst Tech-Giganten nicht immun gegen die Folgen der Überhitzung in der Pandemiezeit sind.
Während viele Beschäftigte nun um ihre Zukunft bangen, scheint der Konzern entschlossen, sich zu verschlanken und auf margenstärkere Geschäftsbereiche zu konzentrieren.

Kurz gesagt: Amazons Wachstumspause hat begonnen – und diesmal sind es nicht die Paketboten, sondern die Schreibtische, die leer bleiben.

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