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Amazon entfernt KI-generierte Biografien über schottische Politiker

45925659 (CC0), Pixabay
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Amazon hat mehrere fehlerhafte, offenbar mit Künstlicher Intelligenz (KI) verfasste Biografien über führende schottische Politiker entfernt. Betroffen sind unter anderem Bücher über den amtierenden schottischen Premierminister John Swinney, seine Vorgängerin Nicola Sturgeon sowie Humza Yousaf, ebenfalls früherer First Minister.

Die Bücher waren zuvor auf Amazon gelistet worden, enthielten jedoch zahlreiche sachliche Fehler, stilistische Mängel und teils absurde Behauptungen. Eine vermeintliche Biografie über Swinney behauptete etwa fälschlich, er sei in den USA geboren und habe eine polnische Mutter.

Laut einem Bericht der Times handelte es sich bei den Biografien nicht um autorisierte Werke. Die BBC identifizierte weitere Titel, in denen beispielsweise Yousaf fälschlich als in Armut aufgewachsen dargestellt wird – trotz bekannter privater Schulbildung. Auch familiäre Hintergründe wurden teils fehlerhaft wiedergegeben.

Zweifelhafter Autor, schlechte Rezensionen

Mindestens eines der Bücher war unter dem Namen „Brian B. Porter“ veröffentlicht worden – angeblich ein „renommierter Autor“, der jedoch auch zahlreiche andere fragwürdige Titel zu prominenten Persönlichkeiten wie Silvio Berlusconi und Burt Bacharach verfasst hat. Das betreffende Werk über Nicola Sturgeon erhielt eine durchschnittliche Bewertung von nur 1,3 von 5 Sternen. Leser kritisierten es als „schrecklich“ und inhaltsleer.

Die betroffenen Bücher umfassten jeweils zwischen 36 und 85 Seiten und wiesen laut BBC nicht nur inhaltliche, sondern auch gravierende grammatische Fehler auf.

Amazon und SNP reagieren

Amazon erklärte auf Anfrage, dass Inhalte, die gegen die hauseigenen Richtlinien verstoßen, entfernt würden – unabhängig davon, ob sie mit KI erstellt wurden oder nicht. Man investiere erhebliche Ressourcen in die Überwachung und Qualitätssicherung der Plattform.

Ein Sprecher der Scottish National Party (SNP) stellte klar, dass keine der betroffenen Biografien offiziell autorisiert sei. Zudem warnte die Partei vor den Risiken von Desinformation im Netz.

Hintergrund: Sorge über KI-generierte Inhalte

Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt wachsender Bedenken hinsichtlich der Rolle von generativer KI – insbesondere im Hinblick auf die Integrität demokratischer Prozesse. Autor:innen und Verlage äußern seit längerem Kritik am Einsatz von KI in der Buchproduktion. Mit Blick auf die schottischen Parlamentswahlen im Mai 2026 warnen Experten zudem vor gezielter Desinformation durch KI-generierte Inhalte.

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