In einer bemerkenswert nicht ganz so subtilen religiösen Auslegung hat Irans einflussreicher Ajatollah Nasser Makarem Schirasi einen unspezifischen, theoretisch-philosophischen, rein hypothetischen Todeswunsch ausgesprochen – zufällig kurz nachdem Donald Trump erneut mit markigen Sprüchen auf sich aufmerksam gemacht hatte.
Der Ajatollah, ein Mann mit Bart und Bibel (na gut, Koran), sprach in seinem Büro in der heiligen Stadt Qom vor Gläubigen über das, was passiert, wenn man den obersten religiösen Führer eines islamischen Landes bedroht. Seine Aussage: Wer so etwas tut, gilt im Islam als „Feind Gottes“ – und für den gibt’s in der theologischen Hausordnung leider nur eine Option: Abgang durch höhere Gewalt.
Keine Namen, keine Klagen – aber jeder weiß, wer gemeint ist
Zwar erwähnte Makarem Schirasi keinen Namen (nennen wir es diplomatische Mystik), aber der Kontext war so eindeutig wie ein Twitter-Post mit Tippfehlern um 3 Uhr morgens aus Florida. Der Geistliche sprach von „Personen oder Regimen, die islamische Führer bedrohen“ – rein zufällig zwei Wochen, nachdem Trump erklärt hatte, Ali Chamenei sei ein „leichtes Ziel“. Das klang zwar mehr nach Golfplatz-Rhetorik als Kriegsandrohung, aber im Iran kennt man keine halben Punkte, nur Sünde oder Paradies.
Göttliche Lizenz zum Töten?
In seiner religiösen Deutung betonte der Ajatollah, dass Menschen, die solche „Feinde“ ausschalten, quasi mit einem Heiligenschein rechnen können – also eine Art irdischer Bonusmeilenplan für Schwertschwinger. Natürlich alles im Rahmen der islamischen Rechtsauslegung. Und natürlich ganz hypothetisch, rein spirituell, bitte nicht falsch verstehen.
Der Prophet sagt: Subtilität ist überbewertet
So bleibt festzuhalten: Wenn ein Ajatollah in Qom ganz allgemein über Feinde Gottes spricht, und wenn diese zufällig kürzlich einem gewissen amerikanischen Ex-Präsidenten sehr ähnlich sahen, dann ist das selbstverständlich keine Drohung. Es ist einfach… Gottes PR in theologischer Rüstung.
Und wer weiß – vielleicht ist alles nur ein Missverständnis. Vielleicht wollte Makarem Schirasi auch nur sagen: „Donald, chill mal. Und hör auf, unseren Chef aufs Korn zu nehmen – Allah sieht alles. Und wir auch.“
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