Adelita Grijalva hat die Nachwahl im 7. Wahlbezirk von Arizona gewonnen und wird damit die Nachfolgerin ihres im März verstorbenen Vaters, Raúl Grijalva. Die Demokratin setzte sich am 23. September gegen den republikanischen Bauunternehmer Daniel Butierez durch, wie US-Medien berichteten.
Der Wahlkreis umfasst weite Teile der Grenze zu Mexiko. Mit dem Sieg schreibt die 54-Jährige Geschichte: Sie ist die erste Latina, die Arizona im US-Kongress vertritt.
Emotionaler Sieg mit Blick auf das Familienerbe
In ihrer Ansprache unter dem Banner „History made!“ sagte Grijalva:
„Gemeinsam haben wir die gläserne Decke durchbrochen. Ein Nachname allein bringt kein Vertrauen, aber Dienst an der Gemeinschaft tut es. Und das Vermächtnis meines Vaters ist eines des Dienstes für Arizona.“
Raúl Grijalva war im März im Alter von 77 Jahren gestorben. Er gehörte zu drei Demokraten, die seit Beginn des 119. Kongresses im Januar 2025 verstorben sind.
Neue Mehrheitsverhältnisse
Mit ihrem Einzug in das Repräsentantenhaus verfügen die Demokraten nun über 214 Sitze, die Republikaner über 219. Angesichts dieser knappen Mehrheit reichen schon zwei Abweichler in den Reihen der Republikaner, um Gesetzesvorhaben scheitern zu lassen.
Politische Schwerpunkte
Grijalva kündigte an, sich einem parteienübergreifenden Vorstoß zur Veröffentlichung der Jeffrey-Epstein-Akten anzuschließen. Außerdem versprach sie, die Arbeit der Republikaner im Kongress stärker zu kontrollieren:
„Bislang hat der Kongress wie ein Abnick-Parlament agiert. Wir werden die MAGA-Agenda prüfen und diese Regierung zur Verantwortung ziehen.“
Grijalva wird die verbleibende Amtszeit ihres Vaters bis Ende 2026 übernehmen – dann steht die nächste reguläre Wahl an.
Kommentar hinterlassen