In der ecuadorianischen Küstenprovinz Esmeraldas sind bei einer Schießerei in einem Nachtclub mindestens acht Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden. Der Angriff ereignete sich in der Nacht zum Sonntag und gilt als einer der schwersten Gewaltausbrüche in der Region seit Beginn des Jahres.
Ablauf des Angriffs
Nach Angaben der Polizei drangen mehrere bewaffnete Männer in den Nachtclub ein, in dem sich zu diesem Zeitpunkt zahlreiche Gäste aufhielten. Ohne Vorwarnung eröffneten die Täter das Feuer, wobei sie gezielt und wahllos auf die Anwesenden schossen. Augenzeugen berichten von Panik und chaotischen Szenen, als Besucher versuchten, sich in angrenzende Räume oder ins Freie zu retten.
Hintergrund: Gewaltwelle in Esmeraldas
Die Provinz Esmeraldas, an der Grenze zu Kolumbien gelegen, gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Regionen Ecuadors. Die Küstenlage macht sie zu einem strategisch wichtigen Standort für den internationalen Drogenhandel. Sicherheitsbehörden vermuten, dass der Angriff im Zusammenhang mit Revierkämpfen rivalisierender Banden steht, die um Kontrolle über Schmuggelrouten und Absatzmärkte konkurrieren.
Opferzahl und Verletzte
Die Behörden bestätigten bislang acht Tote, unter ihnen sowohl Männer als auch Frauen. Mehrere Personen erlitten teils schwere Schussverletzungen und werden in Krankenhäusern der Region behandelt. Die Polizei hat angekündigt, die Identität der Opfer schnellstmöglich zu klären, um Angehörige zu informieren.
Reaktion der Regierung
Ecuadors Regierung verurteilte die Tat scharf und kündigte verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Esmeraldas an. In mehreren Küstenprovinzen gilt bereits seit Monaten der Ausnahmezustand, der den Sicherheitskräften erweiterte Befugnisse bei Razzien und Festnahmen einräumt. Präsident Daniel Noboa erklärte, man werde „den Kampf gegen die organisierte Kriminalität konsequent fortsetzen“.
Ermittlungen laufen
Die Polizei hat eine Spezialeinheit zur Aufklärung des Vorfalls eingesetzt. Bisher wurden keine Festnahmen gemeldet. Ermittler prüfen Videoaufnahmen aus dem Umfeld des Nachtclubs und befragen Zeugen. Ziel sei es, sowohl die Täter als auch die Hintermänner des Angriffs zu identifizieren.
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