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Abgesetzt

PDPics (CC0), Pixabay
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Der pakistanische Premierminister Imran Khan ist durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. 174 Abgeordnete stimmten am Samstag für den Antrag der Opposition, wie der amtierende Parlamentspräsident Sardar Ayaz Sadiq mitteilte. Anhängerinnen und Anhänger der Regierungsparteien hatten den Saal zuvor verlassen.

Oppositionsführer Shehbaz Sharif dankte den Unterstützerinnen und Unterstützern für ihren Kampf. „Diese Einigkeit wird Pakistan wieder aufbauen“, sagte Sharif. Khan ist der erste Regierungschef in der Geschichte Pakistans, der durch ein Misstrauensvotum abgesetzt wird.

Seit den Morgenstunden hatte das südasiatische Land gespannt auf das Votum gewartet. Die Abstimmung wurde zunächst durch Parlamentssprecher Asad Qaiser, der die Sitzung leitete, immer weiter verzögert. Die hitzigen Debatten zwischen Regierung und Opposition wurden mehrfach unterbrochen. Kurz vor Mitternacht trat Qaiser, der Khans Regierungspartei angehört, überraschend zurück und machte den Weg frei.

Erst am Donnerstag hatte der Oberste Gerichtshof ein umstrittenes politisches Manöver Khans gestoppt. Der Premierminister hatte versucht, das Misstrauensvotum durch die Auflösung des Parlaments und die Einleitung einer Neuwahl zu stoppen. Das wurde von den Richtern jedoch als verfassungswidrig eingestuft.

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