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250 Jahre USPS: Wie die US-Post Amerika zusammenhält – trotz aller Herausforderungen

ArtisticOperations (CC0), Pixabay
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Am 27. Juli feiert der United States Postal Service (USPS) sein 250-jähriges Bestehen – ein Vierteljahrtausend, in dem er die Vereinigten Staaten per Post miteinander verbunden hat: vom Pferd über das Flugzeug bis zum Hovercraft.

Gegründet 1775, ein Jahr vor der Unabhängigkeitserklärung, war die Post von Anfang an ein Grundpfeiler der Demokratie, so der offizielle Historiker Steve Kochersperger:

„Sie war immer da, wo Amerikaner hingezogen sind – und hat uns verbunden.“

Von Benjamin Franklin bis ZIP-Code

  • Benjamin Franklin, erster US-Postmeister, organisierte 1775 ein schnelles, geheimes Postsystem für den Unabhängigkeitskrieg.

  • Die Post war entscheidend für Westexpansion, etwa durch den Pony Express (1860–61).

  • In der Luftfahrt spielte USPS eine Pionierrolle: Die Luftpost ab 1918 legte den Grundstein für moderne Fluggesellschaften.

  • Die Einführung von ZIP-Codes (1963) revolutionierte Sortierung, Versand – und Konsumverhalten.

Heute: Milliarden Briefe, Millionen Adressen

  • USPS beliefert 169 Millionen Adressen in den USA, mit 640.000 Beschäftigten und fast 260.000 Fahrzeugen.

  • 2024 wurden über 116 Milliarden Sendungen zugestellt – vor allem Werbepost, aber auch Medikamente, Bücher, Spendenbriefe und Wahlmaterial.

Finanzielle Schieflage & politische Debatten

  • Seit 2007 macht USPS jährlich Verlust – über 100 Milliarden Dollar in 15 Jahren.

  • Die Abnahme von Briefpost, steigende Kosten und ein umstrittenes Gesetz von 2006 (Pflicht zur Vorfinanzierung von Renten) verschärfen die Lage.

  • Ex-Präsident Trump forderte Anfang 2025 die Eingliederung des USPS ins Handelsministerium – Kritiker befürchten Privatisierung.

  • Postmaster General David Steiner sprach sich jüngst klar gegen Privatisierung aus und betonte die Rolle als unabhängige, selbstfinanzierte Bundesbehörde.

Symbol demokratischer Ideale

Trotz Kritik bleibt USPS laut Umfragen eine der beliebtesten US-Institutionen – gleich nach dem National Park Service.

„Die Post bringt allen den gleichen Service – egal ob arm oder reich, Stadt oder Land, New York oder Alaska. Das ist gelebte Demokratie,“ sagt Autor Christopher Shaw.

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