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2 Milliarden für die Bombe – Deutschlands teuerstes Parkhaus entsteht in der Eifel

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Was kostet ein bisschen atomare Abschreckung? Wenn man das deutsche Verteidigungsministerium fragt: Etwa 2 Milliarden Euro. Zumindest bis jetzt. Der Umbau des Militärflughafens Büchel für die Ankunft der superschicken US-Tarnkappenjets F-35 entwickelt sich langsam zum Prestigeprojekt mit Goldrand – und Preisschild in XXL.

Ursprünglich waren schlanke 1,2 Milliarden Euro für das Projekt eingeplant – quasi ein Schnäppchen im Rüstungsbereich. Nun wurde bekannt: Ein paar ambitionierte Zeitpläne, ein paar amerikanische Extrawünsche und – Überraschung! – ganz viel Beton führen dazu, dass es wohl eher zwei Milliarden werden. Mindestens.

„Weitere Preissteigerungen sind nicht ausgeschlossen“, hieß es aus dem Ministerium. Übersetzt: Es kann noch lustiger (und teurer) werden.

Was passiert da eigentlich in Büchel?

Dort wird fleißig gewerkelt, um 35 brandneue Kampfjets des Typs F-35 stilecht empfangen zu können. Die Jets sind so geheim, dass man sie nicht mal auf dem Radar sieht – dafür aber umso deutlicher im Bundeshaushalt. Sie sollen ab 2027 bereitstehen, um im Ernstfall die in Büchel gelagerten US-Atombomben abzuwerfen. Ein Projekt mit Zündstoff – im wahrsten Sinne.

Doch schon jetzt steht fest: Das wird keine Billiglösung. Neben Sicherheitsvorgaben, die die USA während des Projekts einfach nach Belieben ergänzt haben („Könnt ihr noch schnell einen Bunker unter dem Bunker bauen?“), sorgt vor allem der Zeitdruck für Schweißperlen und Kostenexplosionen.

Verzögern? Niemals!

Eine Verzögerung, um die Kosten vielleicht doch im Griff zu behalten? Kommt natürlich nicht infrage. Schließlich ist die Atomareinsatzplanung kein Airbnb-Check-in, den man spontan verschieben kann.

Die Rechnung für Deutschlands vielleicht modernstes (und teuerstes) Flugfeld wird übrigens erst 2027 final präsentiert. Wer weiß – vielleicht wird dann auch gleich ein Bonusprogramm für Vielfliegerjets eingeführt.

Fazit: In Büchel entsteht ein Projekt, das uns zeigt: Sicherheit ist unbezahlbar. Aber das heißt noch lange nicht, dass wir nicht trotzdem den Preis dafür zahlen.

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