Wer im Impressum bereits mit fragwürdigen Haftungsausschlüssen arbeitet, sollte sich über kritische Rückfragen oder Warnhinweise nicht wundern. Wenn ein Anbieter finanzielle Dienstleistungen oder Investitionen anbietet, gleichzeitig aber pauschal jede Verantwortung für die Inhalte seiner eigenen Website von sich weist, ist das bereits problematisch.
Noch schwerwiegender wird es, wenn im Impressum Personen genannt werden, die unter der angegebenen Adresse nicht wohnhaft oder erreichbar sind – oder wenn dort eine angebliche Vertretung durch eine andere Person angegeben wird, die rechtlich nicht existiert oder nicht belegt ist. Solche Konstruktionen wirken nicht nur unprofessionell, sondern werfen den Verdacht auf vorsätzliche Täuschung über die tatsächlichen Verantwortlichen hinter dem Angebot.
Gerade im sensiblen Bereich von Geldanlagen und „zukunftsorientierten Kontomodellen“ ist Transparenz und rechtliche Klarheit unerlässlich. Wer hier mit Scheintransparenz arbeitet und sich hinter juristisch fragwürdigen Formulierungen oder falschen Angaben versteckt, muss sich nicht wundern, wenn er ins Visier von Aufsichtsbehörden, Verbraucherschutz oder rechtlichen Verfahren gerät.
Ein Impressum ist keine Schutzmauer gegen Verantwortung – sondern ein Pflichtbestandteil jeder seriösen Webpräsenz. Wer diese Pflicht bewusst missachtet oder fälscht, macht deutlich, wie ernst er seine rechtlichen und geschäftlichen Verpflichtungen tatsächlich nimmt.

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