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„Zu viel Streit, zu wenig Lösungen“ – Kai Wegner kritisiert Bundesregierung scharf

WOKANDAPIX (CC0), Pixabay
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Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat der Bundesregierung ein deutliches Maß an Selbstbeschäftigung und Uneinigkeit vorgeworfen. Angesichts der anhaltend hohen Umfragewerte der AfD fordert er die schwarz-rote Koalition in Berlin und die Ampel-Regierung in Berlin-Mitte zu mehr Geschlossenheit und Pragmatismus auf.

„Ich erwarte, dass die Bundesregierung vernünftig und pragmatisch an der Lösung der Probleme arbeitet“, sagte Wegner dem Tagesspiegel. „Die aktuelle Bundesregierung streitet zu viel.“

💬 „Zu wenig Arbeit an den echten Problemen“

Wegner kritisierte, der ständige Koalitionsstreit zwischen SPD, Grünen und FDP schade nicht nur dem Ansehen der Regierung, sondern auch dem Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.

„Der Streit wird in unterschiedlichsten Richtungen geführt, und gefühlt wird zu wenig an den Problemen dieses Landes gearbeitet“, so der CDU-Politiker weiter.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin sprach damit vielen Bürgern aus der Seele, die sich zunehmend Politikverdrossenheit und Frustration über parteipolitische Auseinandersetzungen beklagen.

📉 Hohe AfD-Umfragewerte als Warnsignal

Wegner sieht die starken Umfragewerte der AfD als deutliches Warnsignal. Er mahnt, dass die etablierten Parteien das Vertrauen der Bevölkerung nur zurückgewinnen könnten, wenn sie sich auf sachliche Politik statt gegenseitige Blockaden konzentrieren.

„Wenn die Bundesregierung weiter streitet, überlässt sie den Populisten das Feld“, warnte Wegner.

Politische Beobachter sehen in seiner Kritik auch eine Botschaft an die eigene Partei: Die CDU müsse als Stimme der Vernunft und des Ausgleichs auftreten, wenn die Ampel weiter in Konflikten verharre.

⚙️ Regierung in der Kritik

Seit Monaten wird die Ampel-Koalition von internen Auseinandersetzungen über Themen wie Haushalt, Migration, Energiepreise und Klimapolitik dominiert. Immer wieder werfen sich die Koalitionspartner gegenseitig Blockadehaltungen vor – zuletzt beim Haushaltskompromiss und bei der Reform des Bürgergelds.

In der Bevölkerung sorgt dieses Bild für wachsende Enttäuschung über politische Handlungsfähigkeit. Laut aktuellen Umfragen glauben weniger als 30 Prozent der Deutschen, dass die Bundesregierung „geschlossen und entschlossen“ agiert.

🧭 Wegners Appell: Mehr Pragmatismus, weniger Schlagzeilen

Wegner forderte abschließend, die Bundesregierung müsse sich wieder stärker auf praktische Lösungen und das Alltagsleben der Menschen konzentrieren – etwa auf bezahlbare Energie, Wohnungspolitik und innere Sicherheit.

„Deutschland braucht keine weiteren Schlagzeilen über Koalitionskrach, sondern Ergebnisse“, so Wegner. „Wenn wir die Sorgen der Menschen nicht ernst nehmen, tun es andere – und das sind dann nicht die, die unsere Demokratie stärken.“

Fazit:
Mit seiner Kritik trifft Kai Wegner einen wunden Punkt in der Berliner Politiklandschaft: Während die Regierung in Berlin-Mitte über Details ringt, wächst im Land das Gefühl, dass die großen Themen liegen bleiben. Sein Appell ist klar – weniger Streit, mehr Lösungen – bevor die Unzufriedenheit weiter in die Arme der politischen Ränder treibt.

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