Mit freiem Oberkörper unter dem Leibchen und bei milden neun Grad plus sorgte der US-Langläufer John Steel Hagenbuch schon vor dem Start für Aufsehen. Während viele Konkurrenten auf mehrere Schichten setzten, ging der Amerikaner demonstrativ luftig gekleidet ins olympische 10 Kilometer Rennen – offenbar war ihm auf der Strecke warm genug.
Doch der lässige Auftritt bekam schnell einen bitteren Beigeschmack. Kurz nach dem Start unterlief Hagenbuch ein folgenschwerer Fehler: Er verpasste die richtige Spur und bog falsch ab. Sekunden gingen verloren, ehe er den Irrtum bemerkte und auf die korrekte Strecke zurückkehrte.
In einem Wettkampf, in dem oft Zehntelsekunden über Platzierungen entscheiden, wog dieser Patzer schwer. Statt um eine vordere Platzierung mitzulaufen, musste Hagenbuch wertvolle Kräfte investieren, um wieder Anschluss zu finden.
Ob ihn die ungewohnte Wärme, die reduzierte Bekleidung oder einfach ein Moment der Unaufmerksamkeit aus dem Konzept brachte, bleibt offen. Fest steht: Sein cooler Auftritt wird in Erinnerung bleiben – sportlich jedoch eher als Mahnung, dass bei Olympia nicht nur die Beine, sondern auch Konzentration und Streckenkenntnis entscheidend sind.
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