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Zohran Mamdani richtet sich direkt an Trump – und entschuldigt sich bei der NYPD

wiggijo (CC0), Pixabay
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Zohran Mamdani, demokratischer Sozialist und Spitzenkandidat für das Amt des New Yorker Bürgermeisters, hat in einem Interview mit Fox News am 15. Oktober nicht nur Präsident Donald Trump direkt angesprochen, sondern sich auch öffentlich bei der New Yorker Polizei (NYPD) entschuldigt.

Es war Mamdanis erster Auftritt im konservativen Nachrichtensender – und er nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Abgrenzung zu seinen beiden Hauptkonkurrenten: dem derzeitigen Amtsinhaber Eric Adams und dem unabhängigen Kandidaten Andrew Cuomo, ehemaliger Gouverneur von New York.

„Ich werde kein Bürgermeister sein wie Eric Adams, der den Präsidenten anruft, um zu erfahren, wie er dem Gefängnis entgeht. Und ich werde kein in Ungnade gefallener Ex-Gouverneur wie Andrew Cuomo sein, der nach Tipps für einen Wahlsieg fragt“, sagte Mamdani.
„Diese Dinge kann ich selbst erledigen.“

Wahlkampfthema: Lebenshaltungskosten statt Loyalität zu Washington

Mamdanis zentrales Thema im Wahlkampf ist die Senkung der Lebenshaltungskosten in New York City. In seiner Botschaft an Trump erklärte er, dass er jederzeit gesprächsbereit sei, wenn es darum gehe, das Leben für die New Yorker bezahlbarer zu machen.

Mit Blick auf die anstehende Bürgermeisterdebatte am 16. Oktober und den Wahltag in weniger als zwei Wochen hat Mamdani seine Positionen geschärft. Laut einer aktuellen Umfrage der Quinnipiac University liegt er weiterhin mit deutlichem Vorsprung vor Cuomo, obwohl letzterer zuletzt leicht aufholen konnte.

Trumps Reaktion: Drohungen statt Rückhalt

Präsident Trump hatte Mamdanis Aufstieg bereits im September öffentlich kommentiert. In einem Interview mit Fox & Friends sagte er, Mamdani symbolisiere eine „Rebellion“ gegen das politische Establishment in New York. Gleichzeitig drohte Trump damit, Bundesmittel für die Stadt zu streichen, sollte Mamdani gewählt werden.

Vorsichtige Worte zum Nahost-Konflikt

Als Mamdani im Interview auf seine Haltung zum Israel-Hamas-Krieg angesprochen wurde, äußerte er sich zurückhaltend. Er vermied eine klare Position zur aktuellen Waffenruhe und betonte stattdessen:

„Ich habe keine Meinung zur Zukunft von Hamas und Israel, die über Gerechtigkeit, Sicherheit und das Völkerrecht hinausgeht.“

Mamdanis Haltung in dieser Frage unterscheidet sich deutlich von der Cuomos, der als starker Unterstützer Israels gilt.

Öffentliche Entschuldigung an die Polizei

Ein weiterer bemerkenswerter Moment im Interview war Mamdanis Entschuldigung bei der NYPD. Im Jahr 2020 hatte er die Polizei als „rassistisch, queer-feindlich und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ bezeichnet – im Kontext der Proteste nach dem Tod von George Floyd.

Nun sagte er:

„Ich entschuldige mich bei den Beamten – öffentlich. Ich habe mich bereits bei vielen einzelnen Polizisten entschuldigt, und ich möchte mit diesen Männern und Frauen zusammenarbeiten, die jeden Tag ihr Leben aufs Spiel setzen.“

Die Ausgangslage vor der Wahl

Zohran Mamdani, 33, sitzt derzeit in der New Yorker Staatsversammlung und gilt als Symbolfigur der progressiven Linken. Er setzte sich im Juni bei den Vorwahlen deutlich gegen Cuomo durch, der nun als Unabhängiger kandidiert. Dritter im Bunde ist der Republikaner Curtis Sliwa, der jedoch kaum Chancen auf den Sieg hat.

Die Debatte am 16. Oktober dürfte entscheidend sein, um unentschlossene Wähler*innen zu überzeugen – und Mamdanis wachsende nationale Bekanntheit weiter auszubauen.

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