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Zeitloser Streit: China wirft USA Cyberangriff auf Atomuhr vor

mayns82 (CC0), Pixabay
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Es ist offiziell: Die USA haben laut chinesischem Staatssicherheitsministerium nicht nur ein Auge auf TikTok, sondern offenbar auch auf Pekings Atomuhr geworfen. Wie das Ministerium heute auf dem Onlinedienst WeChat verkündete (wo sonst?), gibt es „unwiderlegbare Beweise“ für amerikanische Cyberangriffe auf das Nationale Zeitservicezentrum – oder wie es künftig heißt: Mission Control für Sekundenzeiger.

Ziel der angeblichen Spionage: Uhren. Ja, richtig gelesen. Die NSA soll versucht haben, sich Zugriff auf das Herzstück der chinesischen Pünktlichkeit zu verschaffen – eine Einrichtung, die alles synchronisiert, vom Computer bis zur Hochgeschwindigkeitsbahn. Oder, wie Insider berichten: das Zentrum, das verhindert, dass ganz China „zu spät zur Arbeit kommt“.

James Bond mit Funkuhr?

Die US-Agenten, so heißt es weiter, hätten eine Sicherheitslücke in der Nachrichtenfunktion eines nicht genannten Mobilfunkherstellers (wir raten: mit Apfel oder ohne) ausgenutzt, um sich Zugangsdaten von Mitarbeitern zu stehlen. Offenbar mit dem Ziel, den Minutenzeiger durcheinanderzubringen, Stromausfälle auszulösen oder einen Satellitenstart um 15:03 statt 15:00 Uhr zu verursachen – ein Skandal epischen Zeitmaßstabs.

China schlägt zurück – mit erhobenem Zeigefinger

„Die Angriffskette wurde durchtrennt“, ließ das Ministerium wissen. Mit anderen Worten: Die Hacker wurden ausgetaktet, die Firewalls hochgezogen und die Bedrohung beseitigt. Gleichzeitig forderte man die Bevölkerung auf, wachsam zu sein – insbesondere gegenüber Leuten, die ungewöhnlich viel über Quarzuhren wissen oder verdächtig oft mit Funkuhren hantieren.

Im Westen nichts Neues (außer auch ein bisschen Spionage)

Ironischerweise wird China selbst regelmäßig beschuldigt, weltweit Cyberspionage zu betreiben – gegen Regierungen, Unternehmen und alles, was bei drei nicht offline ist. 2023 warfen die USA Peking vor, hinter einem Angriff auf das US-Finanzministerium zu stecken. Die Antwort aus China? Wie immer: „Völlig haltlos.“ Vermutlich war es einfach nur ein Mitarbeiter, der versehentlich auf „Senden an alle“ geklickt hat.

Fazit: Der neue Kalte Krieg tickt

Was bleibt, ist ein neuer Höhepunkt im digitalen Schlagabtausch zwischen den Großmächten. Früher ging’s um Raketen, heute um Router – oder eben um Zeitserver. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die internationale Atomuhr neutral bleibt. Sonst steht uns bald nicht nur ein Cyberkrieg bevor, sondern auch zeitlicher Weltuntergang um exakt 00:00 Uhr GMT.

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