Die Zahl der im Iran-Krieg verletzten US-Soldaten ist auf rund 200 gestiegen. Das teilte das US-Zentralkommando (CENTCOM) mit. Noch vor wenigen Tagen lag die Zahl deutlich niedriger. Demnach wurden etwa zehn Soldaten schwer verletzt, während die Mehrheit nur leichte Verletzungen erlitt. Über 180 Betroffene konnten bereits wieder in den Dienst zurückkehren.
Der Konflikt hatte sich Ende Februar zugespitzt, nachdem die USA gemeinsam mit Israel militärische Angriffe auf Ziele im Iran gestartet hatten. Teheran reagierte mit einer Serie von Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Stützpunkte und verbündete Einrichtungen in der Region.
Auch die Zahl der Todesopfer unter den US-Streitkräften ist gestiegen. Insgesamt kamen bislang 13 Soldaten ums Leben. Sechs von ihnen starben bei einem Flugzeugabsturz eines Tankflugzeugs vom Typ KC-135 am 12. März im Irak. Die übrigen Soldaten wurden bei Angriffen iranischer Kräfte oder verbündeter Milizen getötet, darunter bei einem Drohnenangriff in Kuwait sowie bei einem Angriff auf einen US-Stützpunkt in Saudi-Arabien.
Der Krieg fordert jedoch nicht nur unter US-Soldaten Opfer. Insgesamt wurden in der Region bereits rund 2.000 Menschen getötet, darunter mehr als 1.300 im Iran. Auch im Libanon und in Israel gab es zahlreiche Tote infolge der anhaltenden Kämpfe.
Während der Konflikt nun in die dritte Woche geht, wächst auch in den USA die Kritik. Angehörige gefallener Soldaten äußerten Zweifel am Sinn des Einsatzes und warfen der Politik vor, der Krieg hätte möglicherweise verhindert werden können.
Eine Entspannung der Lage ist derzeit nicht absehbar. Die militärischen Auseinandersetzungen dauern unvermindert an, und weitere Eskalationen in der Region gelten als wahrscheinlich.
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