Startseite Allgemeines Wo die nächste tödliche Flutwelle zuschlagen könnte
Allgemeines

Wo die nächste tödliche Flutwelle zuschlagen könnte

qimono (CC0), Pixabay
Teilen

Nach der verheerenden Sturzflut am 4. Juli am Guadalupe River in Texas, bei der über 130 Menschen starben, warnen Experten: Solche Katastrophen könnten sich vielerorts in den USA wiederholen – besonders dort, wo Geografie, Wetter und menschliches Verhalten gefährliche Kombinationen bilden.

In Zusammenarbeit mit der Klimadatenorganisation First Street hat CNN Gebiete identifiziert, die ein besonders hohes – aber oft unterschätztes – Risiko für plötzliche Sturzfluten aufweisen. Hier eine Auswahl:


🏞️ Helen, Georgia (Chattahoochee River)

  • Idyllischer Touristenort im Alpenstil.

  • Steile Berge und tonhaltige Böden lassen Regenwasser schnell in den Fluss abfließen.

  • Schon geringe Regenmengen können binnen Stunden zu schweren Überflutungen führen.

  • Eine Wiederholung der Jahrhundertflut von 1967 würde heute weite Teile der Stadt unter Wasser setzen.


🌵 Nogales, Arizona/Sonora (Nogales Wash)

  • Grenzstadt mit Drainagekanal, der bei Monsunstürmen überflutet wird.

  • Rascher Anstieg des Wasserspiegels durch harte Oberflächen und alternde Infrastruktur.

  • Gefahr von Sewage-Kontamination, wenn unterirdische Abwasserleitungen überlaufen.

  • Besonders riskant wegen wachsender Bevölkerung auf beiden Seiten der Grenze.


🌊 Santa Barbara County, Kalifornien

  • Traumhafte Küste mit extremem Flut- und Erdrutschrisiko.

  • Kombination aus steilen Hängen, Winterstürmen und Vegetationsverlust nach Waldbränden.

  • 2018 starben in Montecito 23 Menschen durch eine Schlammlawine.

  • Zunehmende Bebauung im sogenannten Wildland-Urban-Interface verschärft die Gefahr.


🌲 Catskill Mountains, New York

  • Region mit hohem Erholungswert, aber auch hoher Flutgefahr.

  • Besonders betroffen: Delaware County, mit häufiger staatlicher Katastrophenhilfe.

  • Der Ort Fleischmanns gilt als Hochrisiko-Gebiet für Sturzfluten.

  • Bevölkerungszuwachs im Sommer durch Touristen und Feriencamps erhöht die Verwundbarkeit.


🍇 Yadkin River, North Carolina

  • Region in den Ausläufern der Blue Ridge Mountains.

  • Fluss mit Geschichte wiederkehrender Überschwemmungen – zuletzt nach Hurrikan Helene.

  • Orte wie Elkin sind durch Zusammenfluss kleinerer Bäche besonders exponiert.


⚠️ Fazit

Ob im Süden, Westen oder Nordosten der USA – viele Orte sind gefährdet, oft ohne es zu wissen. Klimawandel, Bodenversiegelung und Bevölkerungsdruck erhöhen die Wahrscheinlichkeit und Wucht künftiger Sturzfluten. Frühwarnsysteme und Risikobewusstsein sind laut Experten entscheidend, um die nächste Katastrophe zu verhindern.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

John Roberts gab Trump eine Ausfahrt bei den Zöllen – doch Trump nimmt sie nicht

Donald Trumps beispielloser Einsatz von Strafzöllen hat die Weltwirtschaft in Atem gehalten:...

Allgemeines

Was ist Blue Owl – und warum sorgt „Private Credit“ plötzlich für Nervosität?

An der Wall Street sorgt erneut ein Bereich für Unruhe, der ohnehin...

Allgemeines

Flüche, Beschimpfungen und Politik: Wenn der Ton in Amerika kippt

Der politische Diskurs in den USA ist rauer geworden – oder, wie...

Allgemeines

Seufz- Die Social Media Abteilung der Heilbronner Polizei: Schonmal was von Demokratie gehört?

Wenn Pinocchio zum Staatsfeind wird Manchmal fragt man sich, ob es in...