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Wladimir allein im Palast

Engin_Akyurt (CC0), Pixabay
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Die politischen Unterstützer und Unterstützerinnen des russischen Präsidenten Wladimir Putin schwinden außerhalb Russlands fast täglich.

Während etwa in Frankreich die Rechtspopulistin Marine Le Pen ihre Wahlkampffolder wegen eines gemeinsamen Fotos mit Putin verbrennen lässt, kommt in Italien der Rechtspopulist Matteo Salvini in Erklärungsnot. Und auch Oligarchen distanzieren sich aus unterschiedlichen Gründen.

Als jüngstes Beispiel des Abrückens gilt Le Pen. Die französische Präsidentschaftskandidatin ließ alle Wahlbroschüren vernichten, in denen sie an der Seite des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu sehen ist. Das Foto zeigt die Chefin der rechten Partei Rassemblement National (RN) bei einem Handschlag mit Putin.

Offiziell sei ein Rechtschreibfehler der Grund, berichtete die Zeitung „Liberation“ am Dienstag. Dieser Fehler sei allerdings nicht zu finden gewesen. Wahrscheinlich sei eher das unter den aktuellen Umständen besonders peinliche Foto mit Putin der Auslöser gewesen. Insgesamt 1,2 Millionen Stück der gedruckten Broschüre würden eingestampft, so die Zeitung weiter.

Stimmt nicht, heißt es aus der Partei. Auf Medien-Anfrage erklärte RN-Sprecherin Caroline Parmentier, der Zeitungsbericht sei vollkommen falsch, es gebe keine Anweisung zur Vernichtung der Broschüren. „Es hat eine isolierte Initiative eines Abgeordneten gegeben.“ Der Auftrag sei aber, die Broschüren überall weiter zu verteilen. Die Präsidentschaftswahl in Frankreich steht im April an.

Le Pen war vier Wochen vor der letzten Präsidentschaftswahl 2017 von Putin in Moskau empfangen worden. Putin stehe für „eine neue multipolare Vision der Welt“, sagte Le Pen damals. Mit Blick auf die Ukraine teile sie die Ansicht Putins. „Die Krim gehörte niemals zur Ukraine“, hatte Le Pen in einem Interview mit einer russischen Zeitung gesagt.

Neben Le Pen sind auch weitere französische Präsidentschaftskandidaten wegen ihrer Nähe zu Putin in Bedrängnis geraten, insbesondere der rechtsextreme Politiker Eric Zemmour und der linkspopulistische Kandidat Jean-Luc Melenchon.

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