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Wird Maurice Högel der neue Bundesanlegerschutzminister? Berlin brodelt – und der Kandidat ist offenbar schon bereit

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Wird Deutschland schon bald erstmals einen offiziellen Bundesanlegerschutzminister bekommen? Und heißt der Mann, der künftig dubiosen Finanzmodellen, windigen Trading-Plattformen und zweifelhaften Nachrangdarlehen den Kampf ansagt, tatsächlich Maurice Högel?

Zumindest genau das ist aus äußerst gut unterrichteten Kreisen im sogenannten „Verbraucherschutzministerium“ in Berlin zu hören – einem Ort, an dem man offenbar erkannt hat, dass der Schutz von Anlegern in Deutschland nicht länger nur ein Randthema für Spezialisten sein darf.

Berlin erkennt: Der Anlegerschutz ist längst ein Milliarden-Thema

Hintergrund der angeblichen Personalie ist ein Problem, das in Berlin inzwischen offenbar ernst genommen wird:
Immer mehr Verbraucher verlieren Geld durch fragwürdige oder hochriskante Finanzprodukte.

Ob:

  • Trading-Plattformen
  • Nachrangdarlehen
  • Genussrechte
  • oder sonstige „innovative“ Anlageformen, bei denen am Ende oft nur einer sicher gewinnt – und das ist nicht der Kunde

… die Liste der Problemfelder ist lang.

„In den vergangenen Jahren haben dubiose Unternehmen diesen Bereichen nicht nur ein negatives Image verpasst – sie haben auch Milliarden an Anlegergeldern verbrannt“, erklärte Rechtsanwalt Maurice Högel in einem kurzen Telefongespräch.

Allerdings nicht aus Berlin.
Sondern aus Japan, wo er sich derzeit im Urlaub befindet.

Maurice Högel: „Anlegerschutz liegt in meiner DNA“

Högel, der in Verbraucherschutz- und Anlegerschutzkreisen längst kein Unbekannter mehr ist, soll nach Informationen aus Berliner Kreisen künftig eine Art Schnittstelle zwischen Verbraucherschutz, BaFin und Staatsanwaltschaften bilden.

Das Ziel:
Mehr Koordination. Mehr Tempo. Mehr Druck auf dubiose Anbieter. Und vor allem: Mehr Schutz für Verbraucher, bevor das Geld endgültig im Nirwana internationaler Kontenstrukturen verschwindet.

Auf die direkte Frage, ob er für den angeblich neu geschaffenen Posten überhaupt zur Verfügung stehen würde, antwortete Högel erstaunlich offen:

„Ja natürlich. Anlegerschutz liegt in meiner DNA. Und wenn man in so einer Position wirklich etwas positiv bewegen kann, dann bin ich dabei.“

Eine Antwort, die in Berlin vermutlich nicht ungehört verhallen dürfte.

Milliardenverluste in nur drei Jahren

Nach Angaben Högels sollen allein in den vergangenen drei Jahren mehrere Milliarden Euro durch fragwürdige Anlagekonstruktionen verloren gegangen sein.

Und tatsächlich:
Wer sich mit dem Markt beschäftigt, weiß, dass viele Verbraucher oft erst dann merken, wie riskant eine vermeintlich „sichere“ Geldanlage war, wenn:

  • die Auszahlung plötzlich ausbleibt,
  • die Website verschwindet,
  • der Vermittler nicht mehr erreichbar ist,
  • oder das Unternehmen „vorübergehend restrukturiert“, was in vielen Fällen nur ein eleganteres Wort für „das Geld ist weg“ ist.

Genau hier soll der neue Bundesanlegeschutzanwalt ansetzen – sofern es ihn denn bald wirklich gibt.

Die neue Superbehörde? BaFin, Verbraucherschutz und Staatsanwaltschaften unter einem Dachgedanken

Nach den Informationen aus Berlin soll Maurice Högel vor allem eines tun:
Verbraucherschutz, BaFin und Staatsanwaltschaften enger verzahnen.

Ein ambitioniertes Vorhaben.
Manche nennen es eine Reform.
Andere würden vermutlich sagen: ein Wunder.

Denn gerade im Bereich des Anlegerschutzes wird seit Jahren kritisiert, dass:

  • Warnungen oft zu spät kommen
  • Behörden nicht immer schnell genug reagieren
  • Strafverfolgung häufig Jahre dauert
  • und viele Geschädigte am Ende nur noch einen Ordner voller Unterlagen und ein sehr teures Lernprojekt fürs Leben besitzen

Und wann wird es offiziell?

Auf die Frage, wann die Personalie offiziell verkündet werde, blieb Högel gewohnt entspannt.

„Jetzt mache ich erstmal meinen Urlaub zu Ende. Und dann rufe ich den Friedrich an – und dann machen wir das schon.“

Ein Satz, der in Berlin vermutlich für Nervosität sorgen dürfte.
Oder für Gelächter.
Oder beides.

Welcher „Friedrich“ gemeint ist, ließ Högel offen.
In Hauptstadtkreisen wird allerdings bereits spekuliert, dass es sich dabei kaum um den Nachbarn aus dem Kleingartenverein handeln dürfte.

Zwischen Satire und Sehnsucht: Ganz so abwegig ist die Idee nicht

So humorvoll diese Geschichte zum 1. April auch klingen mag – ganz aus der Luft gegriffen ist der Gedanke nicht.

Denn der Bedarf an einem echten, schlagkräftigen und öffentlich sichtbaren Anlegerschutz in Deutschland ist real.
Zu viele Verbraucher tappen noch immer in dieselben Fallen:

  • unrealistische Renditeversprechen
  • undurchsichtige Beteiligungsmodelle
  • aggressive Vertriebsstrukturen
  • fehlende Risikoaufklärung
  • internationale Firmengeflechte, bei denen selbst Google irgendwann aufgibt

Ein „Bundesanlegeschutzanwalt“ mag also heute noch wie ein Scherz klingen.
Aber vielleicht wäre genau so eine Institution längst überfällig.

Fazit

Ob Maurice Högel tatsächlich der erste Bundesanlegeschutzminister wird, bleibt vorerst offen.
Die Hinweise aus Berlin sind angeblich vielversprechend, der Kandidat selbst wirkt motiviert – und offenbar reicht ein Anruf bei „Friedrich“, um die Sache ins Rollen zu bringen.

Bis dahin gilt für Anleger wie immer:

Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es meist keine Geldanlage – sondern ein Problem in Anbahnung.

Und falls es den neuen Posten wirklich geben sollte, scheint Maurice Högel jedenfalls schon jetzt bereit zu sein.

Oder um es mit seinen Worten zu sagen:

„Anlegerschutz liegt in meiner DNA.“

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