Farbedelsteine für Kleinanleger? Bitte mit Vorsicht!
Auch die DGM Deutsche Goldmanufaktur bietet nach Hinweisen von Nutzern unserer Plattform Farbedelsteine zum Kauf an – mutmaßlich sogar gezielt für Kleinanleger. Über die Beweggründe lässt sich nur spekulieren, doch eines liegt nahe: Die Handelsspanne bei Farbedelsteinen dürfte deutlich höher ausfallen als etwa beim klassischen Goldinvestment.
Wir kennen Jens Hestermann, den Kopf hinter der DGM, seit Jahren als Akteur auf dem Investmentmarkt. Bis heute liegen unserer Redaktion keinerlei negative Berichte über ihn oder sein Unternehmen vor. In den Fokus gerückt ist die DGM jetzt lediglich im Zusammenhang mit der Aufsehen erregenden Pleite des österreichischen Edelsteinhändlers The Natural Gem.
Infolge solcher Insolvenzen erreichen uns häufig Nachrichten von Leserinnen und Lesern, die berichten, wo ihnen ebenfalls Farbedelsteine als Investment angeboten wurden – oder uns direkt fragen: Ist das überhaupt etwas für mich?
Unsere Antwort: Farbedelsteine können – mit viel Fachkenntnis – als Beimischung in einem diversifizierten Sachwertportfolio sinnvoll sein. Aber das betonen wir ausdrücklich: nur als Beimischung. Denn der Markt für Farbedelsteine ist klein, die Wiederverkaufsmöglichkeiten eingeschränkt, und seriöse Zweitmarktpreise schwer einzuschätzen.
Ganz anders beim Gold: Dort gibt es transparente Preise, hohe Liquidität und jahrhundertealte Akzeptanz. Deshalb unsere klare Empfehlung an Kleinanlegerinnen und -anleger: Bleiben Sie beim Gold. Dieses Investment hat sich bewährt.
Farbedelsteine hingegen sehen wir als spekulativ – mit realistischem Totalverlustrisiko.
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