Sturmtief „Elli“ hat Deutschland im frostigen Griff – und mit ihr kommen Schneemassen, glatte Straßen, verspätete Züge und geschlossene Schulen. Während Meteorologen beruhigen, bleibt es vielerorts rutschig, kalt und ungemütlich.
Besonders betroffen sind Nord- und Mitteldeutschland. In Osthessen stehen gleich drei Autobahnen still – festgefahrene Lkw blockieren die A4, A5 und A7. Das Technische Hilfswerk ist im Dauereinsatz. Auch in anderen Regionen kam es zu Unfällen: In Baden-Württemberg rutschte ein Bus von der Straße, in Niedersachsen brannte ein Lkw auf glatter Fahrbahn.
Für viele Schüler bedeutet „Elli“: Schneefrei! In Hamburg, Bremen, Niedersachsen sowie Teilen von Schleswig-Holstein fällt der Präsenzunterricht aus. Auch in anderen Bundesländern wie Bayern, Brandenburg oder Berlin bleibt Kindern und Eltern das morgendliche Verkehrschaos erspart – zumindest teilweise. Notbetreuung und Distanzunterricht greifen dort, wo es nötig ist.
Der Deutsche Wetterdienst warnt weiter vor Glätte, Schneeverwehungen und teils starkem Wind. Besonders in den Mittelgebirgen könnten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee innerhalb weniger Stunden fallen. In südlichen Regionen mischt sich milde Luft unter das Schneegemisch – dort droht Glatteis durch Regen.
Im Bahnverkehr kommt es zu massiven Einschränkungen. Besonders der Norden ist betroffen. Im Raum Hannover wurde der Fernverkehr vorsorglich eingestellt. Fahrgäste werden gebeten, Reisen zu verschieben – Tickets behalten ihre Gültigkeit. Auf einigen Strecken, z. B. Richtung Küste und Rügen, wurde der Zugverkehr stark reduziert.
Auch der Fährverkehr an der Nordseeküste ist größtenteils eingestellt. Starker Ostwind sorgt für Niedrigwasser – mehrere Inseln sind derzeit nicht erreichbar.
Immerhin: Der Frankfurter Flughafen meldet zunächst keine größeren Probleme. Doch auch dort wird die Lage genau beobachtet. Wer unterwegs ist, sollte Geduld, warme Kleidung und bestenfalls einen Plan B mitbringen. Denn „Elli“ bleibt vorerst – zumindest bis zum Wochenende.
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