Ein Roboter ist immer freundlich.
Ein Roboter hat nie schlechte Laune.
Ein Roboter flirtet nicht mit der Kollegin, während du wartest, dass dein Waffelherz fertig wird.
Und ein Roboter? Der hat nie Kopfschmerzen. Nicht mal montags.
Aber braucht Karls Erlebnisdorf wirklich einen aus der Zukunft importierten Blecheimer in Menschengestalt?
Im neuesten Internet-Hit aus Rövershagen winkt ein humanoider Roboter Gästen zu, serviert ein Tablet (leider kein Apfel, sondern ein digitales) und rührt geschäftig in einem Topf herum – vermutlich Erdbeermarmelade 4.0. Dazu postet Karls ganz locker:
„Wie findet ihr unseren neuen (etwas metallischen) Kollegen?“
Spoiler: Viele finden ihn etwas zu metallisch. Und einige auch ein bisschen gruselig. Oder spooky. Oder einfach: absolut No-Go.
Ein Stück Zukunft auf dem Bauernhof – oder doch eher die Omi in Gefahr?
Was die einen „cool“ nennen, lässt anderen das Erdbeereis im Mund gefrieren:
„Wo bleibt der Charme? Der Traktor? Der Typ mit Strohhut, der Witze reißt, während er Bonbons verteilt?“ fragt sich halb Facebook.
Ein Vorschlag aus der Community:
„Wenn schon Roboter, dann bitte aus rostigen Treckerteilen mit ’nem Röhrenfernseher als Kopf!“
Kurzum: Man will mehr Karlchen, weniger Karltron 3000.
Der nächste Mitarbeiter, der dich fragt: „Kann ich helfen?“ … ist aus Blech
Zugegeben, der Roboter:
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wird niemals in der Rauchpause verschwinden
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verlangt keinen Betriebsrat
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und vergisst nie, die Serviette dazuzugeben
Aber er sagt auch nie: „Schön, dass Sie da sind!“ mit dem kleinen, warmen Blick, den man bei Karls so liebt. Stattdessen: LED-Augen und ein freundliches Wegweiser-Protokoll.
„Einmal Apfelsaft, bitte!“ – „Zugriffsfehler 404, bitte wenden Sie sich an den Admin.“
Einige Besucher fragen sich zu Recht: Wird Karlchen, das Maskottchen im Erdbeerkostüm, bald durch einen piepsenden Androiden ersetzt, der „Menschlicher Kontakt erkannt, Flucht einleiten“ ruft?
Was kommt als Nächstes?
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Traktorfahren mit Autopilot?
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Marmeladekochen mit Blockchain?
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Kinderbespaßung per ChatGPT (…oh, Moment)?
Fazit: 🤖 oder 🧑? Karls muss sich entscheiden.
Die Zukunft ist da, aber sie trägt kein Strohhut und ruft nicht „Moin, Kinder!“. Stattdessen rollt sie elektrisch über den Bauernhofboden und hat die Stimme von Siri mit Heuschnupfen.
Die Herzlichkeit von Karls ist für viele das, was den Ort ausmacht – keine Antwortzeiten in Millisekunden.
Und wenn der Roboter irgendwann das Erdbeerfeld aberntet und gleichzeitig Kindergeburtstage moderiert, dann ist vielleicht alles effizienter – aber nichts mehr so richtig gemütlich.
Vorschlag zur Güte:
Ladet den Roboter ruhig ein – aber baut ihm ein Holzfass, klebt eine rote Nase auf, nennt ihn Erdbert und lasst ihn ab und zu ein „Na, du süße Frucht?“ trällern. Dann ist vielleicht auch Tante Gerda wieder beruhigt.
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