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Wie sächsische Internetnutzer plötzlich das große Datenschutz-Los gezogen haben

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Glücksspiel war gestern – heute braucht es nur einen Facebook-Account und sächsischen Wohnsitz, um vielleicht 1500 Euro von Mark Zuckerberg persönlich überwiesen zu bekommen. Ja, richtig gelesen. Der Social-Media-Gigant Meta wurde vom Oberlandesgericht Dresden dazu verdonnert, genau diese Summe an vier Nutzer auszuzahlen. Und warum? Weil Meta es mit der Sammelwut von Daten etwas… sagen wir mal… amerikanisch genau genommen hat.

Meta – dein Leben, ihr Geschäftsmodell

Meta, das Unternehmen hinter Facebook, Instagram und dem nachrichtenverschlüsselnden Dauerbläschen WhatsApp, hat ein Herz für Werbung. Ein sehr großes. Und ein sehr neugieriges. Die Firma steckt winzige Code-Schnipsel, sogenannte Business-Tools, auf Webseiten, um brav mitzuschreiben, welche Unterhosenfarbe Sie gerade googeln, welches Waschmittel Ihre Oma benutzt und wann Sie nachts weinend „Ex zurückgewinnen“ in die Suchleiste tippen.

Das lohnt sich – für Meta. Personalisierte Werbung ist schließlich wie ein Horoskop, das wirklich trifft. Nur ohne Einwilligung. Ups.

Jetzt gibt’s Geld zurück – aber nur in Sachsen!

Das Oberlandesgericht Dresden hat jetzt gesagt: „Meta, so nicht.“ Und vier mutige Kläger haben damit nicht nur den Datenschutz verteidigt, sondern auch den Kontostand um je 1500 Euro aufgepolstert. Revision? Gibt’s nicht. Das Gericht hat direkt die Tür zugeschlagen – BGH bleibt draußen. Boom. Präzedenzfall.

Der Anfang vom Ende… oder der Anfang vom Anfang eines Nebenverdienstes?

Was bedeutet das für Sie? Ganz einfach: Wenn Sie zufällig sächsisch atmen, Facebook oder Instagram benutzen und nicht unter einem Stein gelebt haben – dann können auch Sie Teil der digitalen Rache werden. Klage einreichen, Kaffee trinken, Konto checken. Vielleicht gibt’s bald Schadensersatz für jeden Like, den Sie je bereut haben.

Aber Obacht: Die Summen variieren. Während das OLG Dresden 1500 Euro locker machte, war das OLG München eher im Sparmodus und gewährte nur 750 Euro. In Leipzig hingegen wurde man großzügig: 5000 Euro! Sachsen bleibt eben Sachsen.

Sammelklage für Faule – jetzt mit 50 Euro Sofort-Geld!

Für alle, die lieber Netflix schauen als Schriftsätze einreichen: Es gibt bereits Sammelklagen. Einfach anmelden, Rechte abtreten, 50 Euro sofort kassieren und sich wie ein Datenschützer fühlen, ohne sich je aus dem Jogginganzug zu bewegen. Wer mehr will, muss selbst klagen – oder sich clever einer Verbandsklage anschließen. Die bringt im Erfolgsfall bis zu 5000 Euro. Für Kinder angeblich noch mehr. Vielleicht ist das die beste Altersvorsorge seit dem Sparschwein.

Meta nervt – aber zahlt

Das Urteil zeigt: Wenn ein Konzern Milliarden mit Ihren Daten verdient, dann darf auch mal ein bisschen was zurückfließen. Meta kann weiterhin Daten sammeln – nur eben nicht so heimlich wie bisher. Ein bisschen mehr Like, ein bisschen weniger Lauschangriff.

Fazit: Der gläserne Nutzer wird flüssig.

Ob das jetzt Gerechtigkeit oder einfach digitales Schmerzensgeld ist, bleibt offen. Aber eins steht fest: Datenschutz zahlt sich endlich aus – zumindest in Sachsen. Also schnell nachsehen, ob der Wohnsitz stimmt, der Account aktiv ist – und dann Zahltag bei Zuckerberg feiern.

Möge der Algorithmus mit Ihnen sein.

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