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Wie oft sollte man seine Haare wirklich waschen? Eine Dermatologin klärt auf

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Wer morgens in den Spiegel schaut und sich fragt, ob das Haar schon wieder fettig aussieht, ist nicht allein. Doch wie oft ist Haarewaschen wirklich nötig – oder sogar schädlich? Dermatologin Dr. Heather W. Goff von der UT Southwestern Medical School hat im Gespräch mit USA TODAY die wichtigsten Fragen rund ums Haarewaschen beantwortet.

Wie oft sollte man seine Haare waschen?

Laut Dr. Goff hängt die ideale Waschfrequenz stark von der Haarstruktur ab:

Lockiges Haar: Besonders empfindlich und neigt schneller zu Trockenheit. Empfehlung: Nur einmal pro Woche, bei Bedarf sogar nur alle zwei Wochen.

Feines Haar: Wird schneller fettig. Empfehlung: Alle zwei bis drei Tage.

Wer häufiger Sport treibt oder viele Stylingprodukte verwendet, kann die Häufigkeit leicht anpassen – wichtig ist dabei die Pflege der Kopfhaut.

Ist tägliches Waschen schädlich?

Ja, sagt Goff. Tägliches Waschen entzieht dem Haar das natürliche Sebum – ein schützendes Öl, das die Kopfhaut gesund hält. Zu häufiges Waschen kann daher zu:

Trockener, juckender Kopfhaut

Spröden Haarspitzen

Erhöhtem Haarbruch

„Man kann sich das vorstellen wie bei einer Jeans: Wenn man sie täglich wäscht, wird sie schneller dünn und fransig“, so Goff.

Warum wird mein Haar so schnell fettig?

Das liegt häufig an der Hormonlage, insbesondere an den Androgenen, die in der Pubertät verstärkt produziert werden. Wer zu schneller Nachfettung neigt, kann mit Trockenshampoo überbrücken – aber: „Unbedingt beim nächsten Waschen gründlich ausspülen, um Produktreste zu entfernen“, mahnt Goff.

Verursacht Haarewaschen Haarausfall?

Nein. Laut Goff ist das ein Mythos: „Die Haare, die beim Waschen ausfallen, waren ohnehin im natürlichen Zyklus des Haarausfalls.“

Im Schnitt verliert der Mensch 50 bis 100 Haare pro Tag. Übermäßiger Haarausfall (z. B. durch Stress oder hormonelle Umstellungen) sollte jedoch ärztlich abgeklärt werden.

Was ist die richtige Technik beim Waschen?

Dr. Goffs Profi-Tipps:

Shampoo gehört auf die Kopfhaut, nicht in die Spitzen – dort sitzt der Talg.

Conditioner nur in die Längen und Spitzen geben, um Austrocknung zu vermeiden.

Haarmasken bei starker Trockenheit: Einmal pro Woche kann eine tiefenpflegende Kur helfen.

Bei Rötung, Juckreiz oder Schuppen unbedingt zum Dermatologen. Ursachen können Allergien oder Hauterkrankungen wie Psoriasis sein.

Fazit

Haarewaschen ist kein „One-size-fits-all“-Thema. Die perfekte Routine hängt vom individuellen Haartyp, Lebensstil und Hautgesundheit ab. Wer unsicher ist oder Beschwerden hat, sollte professionelle Beratung einholen.

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