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„Wie geht’s Imelda?“ – Trumps persönliche Verbindung zu den Philippinen führt über die Vergangenheit

MIH83 (CC0), Pixabay
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Wenn Staatsgäste US-Präsident Donald Trump treffen, zählt oft nicht nur Politik, sondern auch das Persönliche. Für Ferdinand „Bongbong“ Marcos Jr., Präsident der Philippinen, könnte seine Mutter genau dieser Türöffner sein.

Bei einem Telefonat im November soll Trump laut einem Regierungsinsider gefragt haben: „Wie geht’s Imelda?“ – eine Anspielung auf die legendäre, berüchtigte Imelda Marcos, einstige First Lady der Philippinen und glamouröse Jetsetterin der 1980er.

Jetset-Vergangenheit trifft Gegenwart

Trump und Imelda kannten sich tatsächlich – aus der New Yorker High Society. Sie nahmen gemeinsam an Empfängen teil, auch nachdem die Marcos-Familie 1986 ins Exil nach Hawaii geflohen war, beladen mit Gold und Bargeld. Ein Foto von 1991 zeigt Trump mit seiner damaligen Frau Marla Maples an der Seite von Imelda Marcos auf einer Geburtstagsfeier in New York – nur zehn Monate, bevor sie in die Heimat zurückkehrte, um sich Korruptionsvorwürfen zu stellen.

„Eine großartige Familie, mit großem Erbe. Sehr respektiert in den USA – das weiß ich, denn ich habe viele Freunde auf den Philippinen“, so Trump zum Auftakt des Treffens mit Marcos Jr.

Politisches Kalkül trifft Familiengeschichte

Marcos Jr. wurde 2022 zum Präsidenten gewählt und ist damit erstes Staatsoberhaupt aus Südostasien, das Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit empfängt. Für seine Regierung geht es nun um viel: ein drohender 20%-Tarif auf philippinische Exporte soll abgewehrt, gleichzeitig die militärische Zusammenarbeit gestärkt werden.

Philippinische Diplomaten setzen auf den persönlichen Draht:

„Diese Verbindung ist wichtig. Präsident Trump ist sehr persönlich in seinen Beziehungen – und Präsident Marcos hat hier einen Vorteil“, sagte der philippinische Botschafter in Washington, Jose Manuel „Babe“ Romualdez.

Imelda: Symbol einer Ära

Imelda Marcos wurde trotz Skandalen und Luxusleben mehrfach ins philippinische Parlament gewählt. Erst 2018 wurde sie wegen Korruption zu 42 Jahren Haft verurteilt – blieb aber bislang auf freiem Fuß. Ihr Sohn führt nun das politische Erbe weiter – mit historischer Rückendeckung aus Washington: Trump empfängt ihn im traditionsreichen Blair House, wo bereits Imelda und Ferdinand Marcos Senior einst zu Gast waren.

Fazit

Die Beziehung zwischen den USA und den Philippinen ist strategisch – doch bei Trump ist Vergangenheit manchmal der beste Türöffner für Gegenwart. Und wenn es um Politik geht, zählen für ihn eben auch: Gene, Glanz – und Goldene Zeiten mit alten Bekannten.

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