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Wie CIA und MI6 Russlands Angriff auf die Ukraine erkannten und dennoch kaum jemand glaubte

Vika_Glitter (CC0), Pixabay
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Der britische „Guardian“ zeichnet in einem Beitrag nach, wie westliche Geheimdienste den russischen Angriff auf die Ukraine lange vor dem 24. Februar 2022 kommen sahen – und warum ihre Warnungen dennoch vielerorts auf Skepsis stießen.

Demnach verfügten die Central Intelligence Agency (CIA) und der britische Auslandsgeheimdienst MI6 bereits Monate vor Kriegsbeginn über detaillierte Hinweise auf konkrete Invasionspläne von Wladimir Putin. Grundlage waren Satellitenaufnahmen, abgefangene Kommunikation sowie Informationen menschlicher Quellen. Die Dienste kamen zu dem Schluss, dass es sich nicht nur um militärische Drohgebärden handelte, sondern um die Vorbereitung eines umfassenden Angriffs mit dem Ziel, die Regierung in Kiew zu stürzen.

Trotz dieser Einschätzungen reagierten viele europäische Regierungen zurückhaltend. Die Erinnerung an Fehleinschätzungen westlicher Geheimdienste im Vorfeld des Irak-Kriegs 2003 habe das Vertrauen in amerikanische Warnungen geschwächt. Auch innerhalb der Ukraine selbst wurden die Prognosen zunächst nicht uneingeschränkt geteilt. Präsident Wolodymyr Selenskyj habe öffentlich beschwichtigend gewirkt, um Panik und wirtschaftliche Turbulenzen zu vermeiden, während im Hintergrund dennoch Verteidigungsmaßnahmen vorbereitet wurden.

Als Russland am 24. Februar 2022 schließlich den Großangriff startete, bestätigten sich die Warnungen von CIA und MI6. Zugleich zeigt der Guardian-Bericht, dass auch die westlichen Dienste nicht in allen Punkten richtig lagen: Sie unterschätzten offenbar den Widerstandswillen und die militärische Leistungsfähigkeit der Ukraine und gingen eher von einem schnellen russischen Erfolg aus.

Der Artikel verdeutlicht, wie schwierig politische Entscheidungsprozesse angesichts unsicherer, aber ernstzunehmender Geheimdienstinformationen sind – und wie folgenschwer es sein kann, selbst gut belegte Warnungen als übertrieben abzutun. Die vollständige Analyse ist bei The Guardian abrufbar.

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