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Whistleblower: Musk-nahe DOGE-Techniker sollen massiven Cyberangriff auf Arbeitsaufsichtsbehörde verursacht haben

Franz26 (CC0), Pixabay
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Ein schwerwiegender Cyberangriff auf die US-Arbeitsaufsichtsbehörde (NLRB) könnte laut einer Whistleblower-Beschwerde auf das Konto von DOGE-Technikern gehen – einer von Elon Musk gegründeten Regierungsinitiative zur „Effizienzsteigerung“ der Bundesbehörden.

Die Enthüllung stammt von Daniel Berulis, einem IT-Mitarbeiter der NLRB, der unter Eid angab, dass DOGE-Mitarbeitende seit Anfang März ungewöhnlich weitreichenden Zugang zu internen Systemen hatten – inklusive sensibler Fallakten.

Was ist passiert?

Berulis erklärte in seiner eidesstattlichen Aussage:

„Ich habe festgestellt, dass Logging-Protokolle manipuliert wurden und rund 10 Gigabyte an Daten entfernt wurden – ein in unserer Behörde extrem ungewöhnlicher Vorgang.“

Demnach könnte es sich um einen gezielten Abfluss vertraulicher Informationen handeln – möglicherweise ohne Wissen der NLRB selbst.

Wer ist betroffen?

Die National Labor Relations Board (NLRB) ist eine New-Deal-Behörde, die für den Schutz von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaftsbildung verantwortlich ist – und damit seit Jahren ein Dorn im Auge großer Konzerne, darunter auch Elon Musks Firmenimperium. Aktuell laufen sogar Versuche, die Befugnisse der NLRB juristisch zu beschneiden.

DOGE – offiziell „U.S. Department of Government Efficiency“ – wurde unter Donald Trump geschaffen und ist zentraler Bestandteil seiner Politik zur drastischen Verschlankung des Staatsapparats.

Zensurversuch?

Laut Berulis sei ein interner Versuch, den Vorfall der Cybersicherheitsbehörde CISA zu melden, von Vorgesetzten ohne Begründung unterbunden worden. Die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency wollte sich bisher nicht äußern.

Offizielle Reaktionen? Zögerlich.

  • Das NLRB bestritt den Vorfall laut NPR und erklärte, es habe „keinen Sicherheitsverstoß“ gegeben.

  • DOGE äußerte sich bisher nicht.

  • Auch Senator Tom Cotton (Rep.) und Senator Mark Warner (Dem.), an die die Beschwerde gerichtet wurde, reagierten bislang nicht.

NPR hatte zuvor über 30 Quellen aus Regierung, Strafverfolgung, IT-Sicherheit und Gewerkschaftskreisen befragt. Der Tenor: Die Deaktivierung von Protokollierungssoftware sei ein typisches Muster bei kriminellen Cyberangriffen.


Politischer Sprengstoff

Die Vorwürfe werfen ernste Fragen zur Rolle von DOGE und Elon Musk im Staatsapparat auf. Sollte sich der Datenabfluss bestätigen, könnte es nicht nur zu einem massiven politischen Skandal, sondern auch zu strafrechtlichen Konsequenzen kommen – insbesondere wenn sensible Daten über Arbeitskämpfe, Arbeitnehmerrechte oder betroffene Personen kompromittiert wurden.

🕵️‍♂️ Was jetzt folgt:

  • Mögliche Untersuchungsausschüsse im Kongress

  • Interne Sicherheitsprüfungen bei Behörden

  • Erneute Debatte über die Rolle privatwirtschaftlicher Akteure in sensiblen Regierungsfunktionen


🔍 Hintergrund: Was ist DOGE?
Das Department of Government Efficiency, unterstützt u.a. von Elon Musk, hat sich unter Trump zur Aufgabe gemacht, den „Staatsapparat zu entschlacken“ – mit teils radikalen Personal- und Budgetkürzungen, besonders in als „links“ geltenden Behörden.

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