Während sich der Frühling meteorologisch nähert, herrscht in Rumänien weiterhin tiefster Winter. Ein heftiger Schneesturm brachte im Südosten des Landes Blizzardbedingungen und massive Schneefälle. In der Hauptstadt Bukarest fielen rund 40 Zentimeter Neuschnee – fast viermal so viel wie im Februar üblich.
Die Folgen waren gravierend: Flughäfen stellten zeitweise den Betrieb ein, Züge verspäteten sich um bis zu sechs Stunden, Autobahnen und wichtige Zufahrtsstraßen nach Bukarest wurden gesperrt. Unter der Schneelast brachen Hunderte Bäume und Stromleitungen zusammen, rund 200.000 Haushalte waren ohne Strom.
Auch in Frankreich bleibt die Wetterlage angespannt. Nach Sturm „Nils“, der in der vergangenen Woche zwei Todesopfer forderte, traf nun Sturm „Pedro“ den Südwesten des Landes. Zwar fiel er etwas schwächer aus, brachte aber erneut Windgeschwindigkeiten von über 110 km/h und örtlich bis zu 50 Millimeter Regen. Da der Winter in weiten Teilen Westeuropas außergewöhnlich nass war, sind Böden und Flüsse bereits gesättigt. Die Bodenfeuchtigkeit hat laut Messungen den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1959 erreicht. In zahlreichen Regionen gelten seit Wochen Hochwasserwarnungen der höchsten Stufen. Erst in den kommenden Tagen wird mit einer Wetterberuhigung gerechnet.
Ganz anders präsentierte sich die Lage in den zentralen und östlichen Teilen der Vereinigte Staaten. Dort lagen die Temperaturen vielerorts 10 bis 15 Grad über dem Durchschnitt. In Chicago wurden über 18 Grad gemessen – ungewöhnlich mild für diese Jahreszeit. Doch die Wärme brachte auch Gefahren: In Bundesstaaten wie Colorado, Kansas und Oklahoma begünstigten Hitze, Trockenheit und starke Winde zahlreiche Wald- und Flächenbrände.
In Pueblo führten Windböen von über 100 km/h zu sogenannten „Brownout“-Bedingungen: Aufgewirbelter Staub reduzierte die Sicht drastisch. Bei einer Massenkarambolage mit 30 Fahrzeugen kamen fünf Menschen ums Leben.
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