Der deutsche Bundesligist SV Werder Bremen hat seine für Mai geplante USA-Reise abgesagt. Eine Sprecherin des Vereins erklärte, dass sportliche, wirtschaftliche und politische Gründe zu dieser Entscheidung geführt hätten. Besonders im Fokus stehen Sicherheitsbedenken nach umstrittenen Einsätzen der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) in Minnesota.
In der Region kam es zuletzt zu Protesten und Unruhen, nachdem mehrere Personen bei Einsätzen von Bundesbeamten getötet wurden. Bei einem Vorfall Mitte Januar wurde eine Frau von einem ICE-Agenten in Minneapolis erschossen, was landesweit Kritik und Demonstrationen auslöste.
Werder Bremen begründete die Absage damit, dass „in einer Stadt zu spielen, in der gerade Unruhen herrschen und Menschen erschossen werden, nicht zu unseren Werten passt“. Zudem habe Unklarheit darüber bestanden, welche Spieler aufgrund strengeren US-Einreisebestimmungen überhaupt hätten einreisen können. Insbesondere geplante neue Regelungen zu Visabestimmungen und Social-Media-Prüfungen sorgten für zusätzliche Unsicherheit.
Ein weiterer Faktor sei die schwierige sportliche Lage: Bremen kämpft aktuell gegen den Abstieg aus der Bundesliga, was die Planung einer internationalen Tour zusätzlich erschwere.
Ursprünglich sollten im Mai zwei Freundschaftsspiele in Minnesota und Detroit ausgetragen werden, doch diese Begegnungen fallen nun ersatzlos weg. Die Absage zeigt, wie stark gesellschaftliche Debatten und politische Entwicklungen auch internationale Sportveranstaltungen beeinflussen können – besonders wenn es um Fragen von Sicherheit, Werten und öffentlicher Wahrnehmung geht.
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