Microsoft hat kürzlich einen Werbespot rausgehauen, der komplett von einer künstlichen Intelligenz gebastelt wurde. Hippe Büros, flinke Hände auf Tastaturen, ein Notebook, das öfter im Bild war als der Osterhase zu Ostern – und kein Mensch weit und breit. Kein Kameramann, keine Schauspielerin, nicht mal ein gelangweilter Praktikant. Alles digital, alles KI. Und das Beste: Niemand hat’s gecheckt. Alle fanden den Spot mega – bis Microsoft irgendwann beiläufig erwähnte: „Ach übrigens, war alles KI.“ Aha. Willkommen in der Zukunft!
Werbung: Jetzt auch in günstig und stressfrei
Die Werbebranche und KI – das ist wie Avocado und Toast: passt erschreckend gut. KI-Agenturen versprechen bis zu 70 % weniger Kosten. Kamerateams? Schnittstudios? Maskenbildner*innen? Nö. Ein gutes Prompt und fertig ist der Spot. Noch sehen manche Bilder zwar aus wie Träume nach zu viel Käse vorm Schlafengehen, aber hey – die Qualität wird monatlich besser. Bald macht die KI auch das Make-up schöner als Instagram-Filter.
Zuckerberg macht den Werbebutton
Mark Zuckerberg hat mal wieder den Zukunftsknopf gedrückt. Bald, so sein Plan, erstellt Meta deine Werbung einfach selbst. Du willst ein Produkt verkaufen? Kein Problem: KI bastelt den Clip und schmeißt ihn direkt auf Instagram, WhatsApp & Co. Passgenau für deine Zielgruppe. Du musst eigentlich nur noch zuschauen. Werbeagenturen? Influencer? Vielleicht bald so nostalgisch wie Telefonzellen.
Vom Kameramann zum Prompt-Profi
Auch die Leute in der Werbebranche müssen umlernen. Wer früher mit Licht, Kamera, Action gearbeitet hat, schreibt heute lieber schlaue Sätze für die KI. Prompt statt Pinsel. Wer nicht mithält, wird von der nächsten KI-Welle überrollt. Immerhin: Kleine Unternehmen können jetzt auch ganz groß rauskommen. Dank Tools wie dem „Radio Maker“, der Werbespots auf Knopfdruck produziert – ohne dass jemand überhaupt „Ton läuft!“ rufen muss.
Nutella mit deinem Namen drauf – und noch viel mehr
Personalisierung ist das neue Schwarz. Werbung spricht dich jetzt mit Namen an – oder zumindest mit dem, was dein Smartphone über dich weiß. Google zum Beispiel testet schon Stadtteil-spezifische Werbung. In Brooklyn heißt’s: „You don’t know Pizza (yet)“ – in Manhattan vielleicht eher „You don’t know moderne Kunst (yet)“. Bald sagt dein Werbespot vielleicht: „Hey, Kopf hoch! Diese Schokoriegel heilen deinen Liebeskummer (fast).“
Datenschutz? Gefühle? Naja …
Klar, wenn die KI irgendwann weiß, dass du gerade liegst, Chips isst und „Herzschmerz-Playlist“ hörst, könnte das… na ja, problematisch sein. Werbung, die auf deine Stimmung reagiert, wirft neue Fragen auf: Wo bleibt die Privatsphäre? Und wie lange, bis uns die KI besser kennt als unsere beste Freundin?
Fazit
Künstliche Intelligenz krempelt die Werbewelt um. Alles wird schneller, günstiger, persönlicher – und irgendwie ein bisschen unheimlich. Fest steht: Die Zukunft kommt. Mit oder ohne Kamerateam.
🎧 Neugierig, wie KI unseren Alltag sonst noch auf den Kopf stellt? Hört rein in „Der KI-Podcast“ von BR24 und SWR – mit Gregor, Marie und Fritz. Die haben keinen Algorithmus nötig. Noch nicht.
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