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Wer ist Abigail Spanberger – die Demokratin hinter der Antwort auf Trumps Rede?

WikiImages (CC0), Pixabay
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Abigail Spanberger ist die erste Gouverneurin in der Geschichte des Bundesstaates Virginia – und die Demokratin, die in diesem Jahr die offizielle Antwort ihrer Partei auf die Rede zur Lage der Nation von Präsident Donald Trump hielt.

In ihrer Rede kritisierte die 46-Jährige scharf Trumps Wirtschafts- und Einwanderungspolitik. Sie warf dem Präsidenten vor, die Lebenshaltungskosten nicht zu senken, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nicht zu gewährleisten und keine echten Lösungen für die drängenden Probleme des Landes anzubieten.

„Heute Abend hat der Präsident das getan, was er immer tut“, sagte Spanberger. „Er hat gelogen, Sündenböcke gesucht, abgelenkt – und keine echten Lösungen präsentiert.“

Politischer Werdegang: Von der CIA in die Politik

Spanberger wurde im November zur Gouverneurin von Virginia gewählt. Zuvor war sie Kongressabgeordnete und arbeitete als CIA-Offizierin. 2018 gelang ihr ein politischer Überraschungserfolg: Sie gewann einen traditionell republikanisch geprägten Wahlkreis und verhalf den Demokraten mit zu einer Mehrheit im Repräsentantenhaus.

In Virginia darf eine Gouverneurin nur eine Amtszeit absolvieren, weshalb ihre Auswahl für die Rede politisch als risikoarm galt.

Klare Angriffe auf Trump

Zu Beginn ihrer Rede stellte Spanberger drei Fragen, die sich die Amerikaner stellen sollten:

  • Arbeitet der Präsident daran, das Leben bezahlbarer zu machen?

  • Sorgt er für Sicherheit im In- und Ausland?

  • Arbeitet er für die Menschen?

Ihre Antwort auf alle drei Fragen: Nein.

Besonders deutlich kritisierte sie Trumps Vorgehen in der Einwanderungspolitik. Sie warf der Regierung vor, schlecht ausgebildete Bundesbeamte ohne richterliche Anordnung in Städte geschickt zu haben, um Menschen festzunehmen. In Minneapolis waren bei Einsätzen zwei US-Bürger – Alex Pretti und Renee Good – von Bundesbeamten erschossen worden. Nach massiver Kritik zog die Regierung Agenten aus der Stadt ab.

Auch Trumps Zollpolitik nahm sie ins Visier. Sie bezeichnete die Importzölle als „rücksichtslos“ und warf dem Präsidenten vor, amerikanische Familien im Schnitt 1.700 Dollar gekostet zu haben. Zwar hatte der Supreme Court zentrale Teile der Zollpolitik kassiert, doch der Schaden sei bereits entstanden, so Spanberger.

Blick auf die Zwischenwahlen

Spanberger nutzte ihre Rede auch, um Zuversicht für die anstehenden Kongress-Zwischenwahlen im November zu vermitteln. Sie erinnerte an ihren eigenen Wahlerfolg 2018 und betonte, dass Demokraten erneut bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

„Wir arbeiten daran, Kosten zu senken. Wir arbeiten daran, unsere Gemeinden und unser Land sicher zu halten. Und wir arbeiten für Sie“, sagte sie.

Mit 57,6 Prozent der Stimmen gewann sie die Gouverneurswahl – eine der ersten großen Wahlen nach Trumps Wiederwahl. Ihr Auftritt als offizielle Sprecherin der Demokraten unterstreicht ihre Rolle als eine der führenden Figuren ihrer Partei.

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