Die zentrale Frage:
Wer führt wirklich die Regierung Großbritanniens – Premierminister Keir Starmer, seine Parteikolleg:innen, die Finanzmärkte oder am Ende doch die Wähler?
💼 Ein Premier mit Macht – aber wie viel?
-
Trotz großer Labour-Mehrheit im Parlament gibt es Zweifel an Starmers Führungsstärke.
-
Der Rauswurf von vier rebellierenden Abgeordneten soll Disziplin herstellen, wirft aber neue Fragen auf: Hat Starmer seine Partei wirklich im Griff?
„Dieses Regierungsteam sollte eigentlich auf dem Wasser laufen können – und doch wirkt alles wacklig“, so ein Whitehall-Insider.
🧨 Unruhe in der Partei
-
Hinter den Kulissen gibt es Spannungen: Der Umgang mit Sozialpolitik, das Verhalten von Hinterbänklern und interne Disziplinfragen zeigen, dass nicht alle am gleichen Strang ziehen.
-
Auch der Umgang mit der Labour-Abgeordneten Diane Abbott, die wegen kontroverser Äußerungen suspendiert wurde, sorgt für Unruhe.
💬 Stimmen aus der Regierung:
-
Ein Regierungsmitglied: „Manchmal fühlt es sich an, als hätte niemand den Überblick.“
-
Ein anderer: „Wir sind im Dauer-Meeting-Modus – viel Gerede, wenig Umsetzung.“
💷 Der wahre Machtfaktor? Die Finanzmärkte.
-
Die Labour-Regierung steht unter enormem Druck: Steigende Staatsschulden, hohe Zinslasten (über 100 Mrd. Pfund jährlich!) und das Misstrauen der Märkte nach dem Truss-Debakel.
-
Finanzministerin Rachel Reeves hält die Ausgabenbremse straff – auch gegen den Willen mancher Parteikolleg:innen.
„Die Märkte sind das größte Steuerungselement“, sagt ein führender Labour-Stratege.
🔄 Reformen? Ja, aber wie?
-
Ein neuer Plan: Einrichtung eines eigenen Regierungsministeriums „Downing Street“, um Entscheidungswege zu straffen.
-
Doch das Institut für Regierung kritisiert: Die versprochene „missionsgetriebene Regierung“ sei bisher kaum erkennbar – die alten Verwaltungsmuster kehren zurück.
🗳️ Und was ist mit den Wähler:innen?
-
Trotz interner Kämpfe und Marktzwängen bleibt das Volk der eigentliche Souverän.
-
Öffentlicher Druck – etwa beim Heizkostenzuschuss – hat bereits politische Entscheidungen gekippt.
-
Die Angst vor der Konkurrenzpartei Reform UK und Nigel Farage sitzt der Regierung im Nacken.
🧭 Fazit:
Ein Jahr nach Regierungsantritt bleibt die Frage offen: Hat Keir Starmer die Kontrolle – oder wird er von Umständen, Märkten und Fraktionslogik gelenkt?
Die Regierung muss jetzt zeigen, dass sie nicht nur verwalten, sondern wirklich gestalten will – bevor die nächste Wahl sie dazu zwingt.
Kommentar hinterlassen