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Wenn es mit dem Jobwechsel klappt

GraphicMama-team (CC0), Pixabay
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Der ständige Wechsel des Arbeitsplatzes wurde zum Alltag. Vorbei sind die Zeiten als man 40 Jahre lang Uhrmacher blieb oder im gleichen Betrieb und nach Erhalt einer oft nicht funktionierenden Uhr, für Treue, in die Pension gelobt wurde. Covid hat zusätzlich die Wechselwilligkeit beschleunigt. Geld ist zwar einer der wichtigen Gründe, aber Anerkennung, Lebensqualität und die Nutzung eigener Potentiale spielen eine gewichtige Rolle.

Jeder Dritte ist offen für einen Jobwechsel, jeder zweite unzufrieden mit seiner Arbeit. Deutsche Arbeitnehmer verharren heute noch am längsten in ihrem Job. Ungefähr 100 Tage nach Beginn einer neuen Arbeit sollte man aber beginnen Bilanz ziehen. Hier sollte man die Entscheidung beginnen zu analysieren.

Im heutigen Arbeitsmarkt ist es einerseits schwer Fachkräfte zu bekommen, andererseits bleibt jemand kaum mehr länger als 2-3 Jahre an der gleichen Stelle kleben. Oft bleibt man jedoch noch viele Monate im alten Job, zumindest geistig, hängen. Dies bereitet Probleme. Ein geglückter Abschied tut Not.

Ob ein Arbeitsgeber gut ist, sieht man etwa dadurch, dass ein Abschlussgespräch geführt wird. Dies passiert leider viel zu wenig oft. Pech für den Arbeitgeber, da er nie erfahren wird, was er eigentlich immer schon wissen wollte, sich aber nie getraut hat dies zu fragen.-Woody Allen lässt grüßen. Vielen Arbeitsgebern gehen so wertvollste Informationen seit Jahrzehnten verloren. Manche Chefs nutzen ein Gespräch sogar dazu dem Arbeitnehmer zu sagen, wie unerhört sie eine Kündigung finden und was der Mitarbeiter alles schlecht machte. Arme Chefs. Sie verharren in der dümmsten Situation überhaupt. Dabei gilt es gerade schnell wechselnde Arbeitsplätze zu berücksichtigen.

Der Jobwechsel gleicht einem Ritual für einen Neubeginn. Insofern sollte er auch als solcher gesehen werden.

Hier bieten sich Abschiedsumtrünke mit netten Kollegen an. Abschiedsbriefe können aber auch geschrieben werden.

Besonders wertvoll erscheint eine eigene Bilanzierung: was habe ich erreicht, wo möchte ich hin, was braucht es noch dazu, was ist mein nächstes Ziel und ähnliche Fragen sollten aufgearbeitet werden.

Hilfreich ist es dies mit einem Freund zu reflektieren, der auch den Mut hat Ihnen die Fakten kritisch zu beleuchten. Längerfristige Ziele müssen unbedingt verfolgt werden. Es ist auch nicht als egoistisch anzusehen dies zu tun.

Wer sich stets verändert sollte innerlich stabil sein, wer stabil sein will sollte sich auch ändern können.

Salvatore Giacomuzzi

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