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Weltweite Entrüstung nach L’Aquila-Urteilen

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Die Urteile am Dienstag trafen die Erdbebenforscher hart.

Nach Ansicht der Richter hatten die Wissenschaftler die Risiken des Bebens im italienischen L’Aquila im Jahr 2009 unterschätzt und die Bevölkerung unzureichend gewarnt. Die Forscher wurden zu jeweils sechs Jahren Haft verurteilt.
Das Urteil erregte weltweit Entsetzen. Nun regt sich massiver Widerstand. Wissenschaftler aus aller Welt legten Protest gegen die mehrjährigen Haftstrafen ein. Das Urteil sei nicht nur vollkommen absurd, sondern auch gefährlich. Eine genaue Prognose könne bei Erdbeben nicht abgegeben werden. Der Chefexperte für die Bewältigung von Naturkatastrophen gab aus Protest seinen Rücktritt bekannt. Dies seien keine Bedingungen, in denen man in Frieden arbeiten könne, so seine Begründung.

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