Startseite Vorsicht Insolvenzen Welle der Insolvenzen am 17. Oktober 2025: Unternehmen aus allen Regionen betroffen
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Welle der Insolvenzen am 17. Oktober 2025: Unternehmen aus allen Regionen betroffen

SimonMichaelHill (CC0), Pixabay
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Der Trend zunehmender Unternehmensinsolvenzen in Deutschland setzt sich fort. Auch am 17. Oktober 2025 wurden zahlreiche Insolvenzanträge bei Amtsgerichten bundesweit verzeichnet. Besonders betroffen waren kleinere und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Bau, Handel, Dienstleistungen, Transport sowie Industrie. Die Liste der betroffenen Unternehmen umfasst 40 Namen – ein Spiegelbild der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage.

Vielfalt der Branchen – Breite der Regionen

In Koblenz wurde das Verfahren gegen die aedificium UG (haftungsbeschränkt) unter dem Aktenzeichen 21 IN 189 25 eingeleitet. Aus Schwetzingen meldete die Brainchild GmbH Insolvenz an, Aktenzeichen 2 IN 1357 25, zuständig ist das Amtsgericht Mannheim.

Auch im hohen Norden sind Firmen betroffen: Die BREBUS Bremen Business Centers- und Beteiligungs GmbH & Co. KG ist insolvent (Aktenzeichen 503 IN 9 25), ebenso wie in Wuppertal die BroSis GmbH (Aktenzeichen 506 IN 43 25) und die Metall & Mehr GmbH (Aktenzeichen 504 IN 214 25).

In Berlin sind gleich zwei Firmen betroffen: Die CBB Classic Bike Berlin GmbH (Aktenzeichen 3613 IN 10127 25) und die CENTA GmbH (Aktenzeichen 3605 IN 3012 25) – beide mit Sitz in Charlottenburg.

In Aalen wurde gegen die Cigo und K-Kiosk Maier UG (haftungsbeschränkt) das Verfahren unter Aktenzeichen 4 IN 558 25 eröffnet. Im hessischen Wöllstadt ist die Claussen GmbH betroffen (Aktenzeichen 60 IN 150 25).

Gleich zwei Mal genannt wird das Unternehmen Dollwerk GmbH aus Göttingen, mit den Aktenzeichen 74 IN 99 25 GOE und 74 IN 98 25 GOE – möglicherweise im Rahmen unterschiedlicher Geschäftsbereiche oder Standorte.

Zahlreiche Fälle aus Norddeutschland

Aus Oldenburg: EIMA Engineering GmbH (Aktenzeichen 33 IN 54 25), EST-Speer GmbH aus Delmenhorst (12 IN 160 25) sowie Hüffermann Krandienst GmbH (12 IN 135 25) mit Sitz in Wildeshausen.

In Hamburg waren mehrere Unternehmen betroffen: DNW Invest GmbH (67a IN 297 25), IT Modernisation Services GmbH (67c IN 303 25), on & off studio GmbH (67g IN 250 25) sowie die St. Georg Carre Projekt GmbH (67a IN 304 25).

Auch in Göttingen wurden mehrere Verfahren gemeldet: GSFB GmbH (74 IN 105 25 GOE) und K.u.H. Innenausbau GmbH (74 IN 189 25 DUD).

Branchen im Überblick: Bau, Technik, Mobilität, Personal

In Süßen musste die Fair-Personalleasing GmbH Insolvenz anmelden (Aktenzeichen 3 IN 366 25), in Burtenbach die FG Agrar und Landtechnik GmbH i.L. (IN 276 25). In Laatzen ist die GK Baugesellschaft mbH betroffen (906 IN 552 25 3).

In Wilhelmshaven wurde Hippenstiel GmbH (Aktenzeichen 10 IN 60 25) insolvent, in Wietze die K&K Anlagen- und Druckbehälterbau UG (haftungsbeschränkt), Aktenzeichen 34 IN 74 25.

Mobilitätsbezogene Unternehmen wie Klingenstadt Bus GmbH in Eckernförde (Aktenzeichen 93 IN 43 25) sowie PDI Frankfurt Alex & Henry’s GmbH in Dortmund (Aktenzeichen 256 IN 123 25) sind ebenfalls betroffen.

Einzelhandel, Immobilien und Energie

Das Bonner Unternehmen Königsmacher Gobal GmbH (Aktenzeichen 98 IN 84 25) musste ebenso wie die Kuschel & Fricke Immobilien GmbH & Co. KG in Schretstaken (1 IN 153 25) Insolvenz anmelden.

In Mönchengladbach ist die MCS-Trucking GmbH betroffen (Aktenzeichen 19 IN 85 25), in Böblingen die Nuh GmbH (3 IN 525 25).

Weitere Fälle betreffen unter anderem:

  • Prühs, René Alexander in Lübeck (53b IN 204 25)
  • REGIUS GmbH in Oberursel (61 IN 150 25)
  • Schlachthof Issing GmbH & Co. KG in Zellingen (IN 390 25)
  • SIRO-Rolf Siebert GmbH in Moers (34 IN 49 25)

Auch die smartphonerepublic GmbH in Riegel (58 IN 716 25) sowie das Sonnenkaufhaus Ruhrgebiet GmbH in Essen (160 IN 179 25) mussten Insolvenz anmelden.

Weitere Insolvenzfälle:

  • UMUD24 GmbH, Riegel (58 IN 718 25)
  • VG Bau UG (haftungsbeschränkt), Dettelbach (IN 339 25)

Fazit

Der 17. Oktober 2025 reiht sich in eine Serie wirtschaftlich schwieriger Tage ein. Besonders auffällig ist die Ballung von Insolvenzen in Norddeutschland sowie in der Region rund um Göttingen und Hamburg. Der Mittelstand zeigt sich vielerorts unter Druck – ob durch anhaltend hohe Betriebskosten, Personalmangel oder sinkende Auftragslagen. Die Vielfalt der betroffenen Branchen lässt zudem darauf schließen, dass strukturelle Ursachen ebenso wie individuelle Schieflagen eine Rolle spielen.

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