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Welche Farbe hat das Ei, das Mabewo seinen Anlegern ins Nest legt? Faul oder Golden?

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Ein satirischer Blick auf Transparenz, Millionen und andere Osterüberraschungen

Frühling liegt in der Luft, die Vögel zwitschern, und so mancher Anleger schaut hoffnungsvoll ins Osternest – vielleicht hat die Mabewo AG aus der Schweiz ja ein buntes Ei gelegt? Immerhin hat das Unternehmen über 40 Millionen Euro an Anlegergeldern eingesammelt. Und wer so viel Vertrauen bekommt, muss ja wohl etwas Großes vorhaben! Oder?

An der Unternehmensspitze sitzt der umtriebige Jörg Trübl, der mit der Mabewo AG – dem selbsterklärten Zukunftspionier für nachhaltige Landwirtschaft in Containern und mehr Visionen als Liquidität – schon so manchen Kapitalmarkt mit grünen Träumen beglückt hat. Doch wenn man in die Realität blickt (und in das Beitreibungsregister), stellt sich schnell die Frage: Liegt hier wirklich ein goldenes Ei im Nest – oder doch eher ein faules?

Denn während man von anderen Unternehmen Transparenzberichte bekommt, gibt es bei Mabewo maximal einen Transparenz-Irrgarten. Wohin sind die 40 Millionen geflossen? Welche Projekte wurden realisiert? Wer profitiert? – Fragen, die offenbar nur Jörg Trübl selbst beantworten kann. Und selbst das scheint eher auf Hoffnung als auf Wissen zu beruhen.

Und dann ist da noch die mysteriöse Geschichte mit der Mabewo Holding SE, deren Aktie an der Düsseldorfer Börse seit fast einem Jahr suspendiert ist. Der Aktienhandel? Eingefroren wie tiefgekühlter Spinat im Mabewo-Container. Warum? Niemand weiß es. Aber Trübl scheint mit dem Gedanken zu spielen, die Aktie gleich ganz von der Börse zu nehmen. Vielleicht ist das sein Weg, „Nachhaltigkeit“ neu zu definieren – nämlich: nachhaltig verschwunden.

Doch eines muss man Mabewo lassen: Versprechen kann das Unternehmen wie kein zweites. Mit visionären Umsatzfantasien, ambitionierten Projektankündigungen und einer Wortwahl, die direkt aus einem Green-Tech-Märchen stammen könnte, bettelt man sich charmant durch die Anlegerlandschaft. Da wird aus dem nächsten Container schon mal der erste Mars-Gewächshaus-Prototyp – nur noch schnell ein paar Millionen einsammeln!

Am Ende bleibt für die Anleger nur die Frage:
Welche Farbe hat das Ei, das Mabewo gelegt hat?
Gold? Grün? Oder einfach nur durchsichtig – so durchsichtig, dass man es gar nicht sieht?

Frohe Ostern, Mabewo – möge das nächste Versprechen wenigstens pünktlich schlüpfen.

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