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WeightWatchers meldet Insolvenz an – Konkurrenz durch Abnehmspritzen wächst

stevepb (CC0), Pixabay
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WeightWatchers, eine der bekanntesten Diätmarken der Welt, hat in den USA Insolvenz angemeldet. Grund sind hohe Schulden und die wachsende Konkurrenz durch Abnehmspritzen wie Ozempic und Mounjaro.

Schuldenabbau und Restrukturierung

Durch das Insolvenzverfahren sollen 1,15 Milliarden US-Dollar (ca. 860 Mio. Euro) Schulden abgeschrieben werden. Das Unternehmen bleibt während des Prozesses voll funktionsfähig, die Angebote wie Telemedizin, Gewichtsabnahme-Workshops und das klassische Diätprogramm laufen weiter.

CEO Tara Comonte betonte, dass die Pläne die Unterstützung der Gläubiger haben und WeightWatchers trotz der Insolvenz „hier bleiben“ werde. Ziel sei es, die Bilanz zu restrukturieren und langfristig wieder auf Wachstumskurs zu kommen.

Schwierige Zeiten für klassische Diätkonzepte

WeightWatchers startete vor über 60 Jahren als wöchentliche Selbsthilfegruppe mit 400 Teilnehmern und entwickelte sich zu einer globalen Marke mit Millionen Mitgliedern. Doch in den letzten Jahren hat die Nachfrage nach klassischen Diätprogrammen stark nachgelassen. Stattdessen gewinnen medikamentöse Lösungen wie Wegovy und Zepbound rapide an Beliebtheit.

Obwohl WeightWatchers mittlerweile selbst gewichtssenkende Medikamente in sein Programm integriert hat, bleibt die Konkurrenz durch die neuen Abnehmspritzen eine enorme Herausforderung. Comonte betonte, dass WeightWatchers Menschen dabei helfen könne, nach dem Absetzen solcher Medikamente nachhaltig abzunehmen.

Finanzielle Verluste und Umsatzeinbruch

Das Unternehmen befindet sich in einer Übergangsphase, um sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen. Im vergangenen Jahr verzeichnete WeightWatchers einen Verlust von 346 Mio. US-Dollar (260 Mio. Euro) und einen Rückgang der Abo-Einnahmen um 5,6 %. In den ersten drei Monaten 2025 sanken die Abo-Umsätze erneut um 9,3 %. Gleichzeitig stiegen jedoch die Einnahmen im Bereich klinische Gewichtsabnahme um über 57 %.

Umdenken im Gesundheitsansatz

2018 hatte sich WeightWatchers in „WW“ umbenannt, um den Fokus stärker auf ganzheitliche Gesundheit statt reines Abnehmen zu legen. Doch die Konkurrenz durch medikamentöse Lösungen bleibt groß, da viele Menschen die schnelle Wirkung von Abnehmspritzen bevorzugen.

Fazit: Neustart statt Ende

Mit der Insolvenz will WeightWatchers einen Neustart wagen und sich an die geänderten Marktbedingungen anpassen. Das Unternehmen plant, innerhalb von 40 Tagen aus dem Insolvenzverfahren hervorzugehen und weiterhin als börsennotiertes Unternehmen zu bestehen.

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