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Wegen US-Zöllen: UPS zerstört teils internationale Pakete

geralt (CC0), Pixabay
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Die neuen US-Zölle sorgen zunehmend für Chaos im internationalen Versand – so sehr, dass der Paketdienstleister UPS manche Sendungen einfach vernichtet, wenn sie nicht rechtzeitig freigegeben werden können.

Was ist passiert?

  • Durch neue und erhöhte Zölle unter der Trump-Regierung (u. a. auf Holz, Stahl, Aluminium, Möbel) müssen mehr Informationen bei der Einfuhr angegeben werden.

  • Das betrifft u. a. Herkunftsland, Materialien (z. B. ob Holz enthalten ist) und ob Zölle korrekt bezahlt wurden.

  • Besonders kritisch: Die „de-minimis“-Grenze von 800 USD, unter der früher keine Zölle fällig waren, wurde abgeschafft.

Was passiert mit nicht freigegebenen Paketen?

  • UPS versucht mehrfach, fehlende Informationen bei Versendern oder Empfängern einzuholen.

  • Gelingt das nicht, wird das Paket:

    • entweder gegen Kosten an den Absender zurückgeschickt,

    • oder es wird laut UPS „entsorgt“, wenn es als aufgegeben gilt – im Einklang mit US-Zollrecht.

Kunden sind frustriert

  • Viele Käufer berichten von verzögerten oder verschwundenen Paketen.

  • Manche erhalten unerwartet hohe Zollrechnungen – z. B. mehrere hundert Dollar für Eheringe aus Kanada.

  • Ein Beispiel: Eine Kundin erhielt widersprüchliche Infos – zunächst hieß es, ihre Pakete seien zerstört, später dann, dass sie doch unterwegs seien.

Was machen andere Versandunternehmen?

  • FedEx gibt zu, dass in seltenen Fällen auch dort Pakete entsorgt werden – meist auf Wunsch des Absenders.

  • DHL hingegen zerstört keine Pakete, sondern schickt sie nach 15 Tagen ohne Klärung an den Absender zurück.

Folgen für internationale Unternehmen

  • Einige Unternehmen, etwa Gstar Electronics aus China, liefern gar nicht mehr in die USA, weil die Bürokratie und Unsicherheit durch Zölle zu hoch sind.

  • Das Unternehmen hat über 60 % seines Umsatzes in den USA gemacht – jetzt sucht es andere Märkte.

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