Über hundert Jahre lang war die Wattzahl, die Kennzahl für die Helligkeit von Glühbirnen. Die Angabe gab über den Stromverbrauch Auskunft, hilft aber bei der Auswahl von neuen LED-Leuchten oder Energiesparlampen nicht mehr weiter. Da sie viel weniger Strom benötigen, erreichen die neuen Leuchtmittel die gleiche Helligkeit mit einer viel niedrigeren Wattzahl – und das auch noch bei viel längerer Lebensdauer.
„Die neuen Leuchtmittel können nämlich mehr als die alten Glühlampen“, weiß Roland Scharathow von der Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin. Mit unterschiedlichen Lichtfarben eigenen sich energiesparende Lampen heutzutage für verschiedene Einsatzbereiche. Relevant für die Auswahl des passenden Leuchtmittels sind deshalb mittlerweile zwei andere Angaben: Lumen und Kelvin.
Die Lumen-Zahl ist das Maß für die Helligkeit der Lampe. 700 Lumen entsprechen in etwa der Helligkeit der alten 60-Watt-Glühbirne. Die Kelvin-Angabe hingegen gibt Auskunft über die Lichtfarbe: Lampen mit 2.700 Kelvin leuchten ähnlich wie die herkömmliche Glühbirne warmweiß und sorgen für ein gemütliches Licht zuhause. Tageslichtweiße Lampen mit ca. 6.000 K erzeugen ein sachliches Licht, das eher für den Arbeitsplatz geeignet ist.
„Diese Angaben bedeuten bei allen Lampentypen das gleiche – egal ob Energiesparlampe oder LED“, ergänzt Roland Scharathow. Damit Verbraucher alle Informationen zu den neuen Lampen auch dann zur Hand haben, wenn sie sie tatsächlich benötigen, gibt es bei der Verbraucherzentrale Energieberatung das „Lampenkärtchen“, eine praktischen Kaufhilfe für unterwegs. Das Kärtchen ist kostenfrei in der Geschäftsstelle am Hardenbergplatz oder bei den Energieberatungsstellen der Verbraucherzentrale in verschiedenen Bezirken erhältlich.
Quelle.VZ Berlin
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