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Update:Was über das Feuerdrama in Crans-Montana bekannt ist – und was nicht

SoyKhaler (CC0), Pixabay
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In der Silvesternacht kam es in der Bar Le Constellation im Schweizer Skiort Crans-Montana zu einer Tragödie. Bei einer Feier zum Jahreswechsel brach ein Feuer aus, das sich rasch zu einem Inferno entwickelte. Die Behörden sprechen von mehreren Dutzend Todesopfern und rund 100 teils schwer verletzten Personen. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt – erste Hinweise deuten auf Pyrotechnik als möglichen Auslöser hin.


Das ist bisher bekannt

Zeitpunkt und Ort
Das Feuer brach gegen 1:30 Uhr morgens während einer Silvesterfeier in der zentral gelegenen Bar Le Constellation aus. Der Veranstaltungsort war stark frequentiert – dies könnte die hohe Zahl der Opfer erklären.

Opferzahl
Laut Polizeikommandant Frédéric Gisler sind mehrere Dutzend Menschen ums Leben gekommen. Rund 100 Personen wurden verletzt, viele davon schwer. Die Verletzten wurden in umliegende und ausserkantonale Spitäler gebracht. Das Spital Wallis rief den Katastrophenplan aus – Operationssäle und Intensivstationen sind voll ausgelastet.

Rettungseinsatz
Die Rettungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Zehn Helikopter und 150 Einsatzkräfte waren im Einsatz. Der Kanton Wallis rief den Ausnahmezustand aus, um alle nötigen Ressourcen schnell mobilisieren zu können.

Zur Ursache des Feuers

Laut einer Mitteilung der Walliser Behörden kam es in der Bar zu einem sogenannten „Flashover“ – einem schlagartigen Feuerüberschlag – der möglicherweise eine Explosion nach sich zog. Die Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud schloss einen terroristischen Hintergrund klar aus.

Mehrere Augenzeugen berichten, dass sogenannte Wunderkerzen auf Champagnerflaschen in der dicht gefüllten Bar den Brand ausgelöst haben könnten. Eine Zeugin schilderte, dass eine solche Flasche unter einer niedrigen Decke gehalten wurde und dabei Feuer fing. Andere sprechen von Feuerwerkskörpern, die eine Panik ausgelöst haben sollen. Diese Aussagen sind derzeit nicht offiziell bestätigt.


Offene Fragen und Ermittlungen

1. Genaue Opferzahlen:
Die Behörden sprechen bisher nur vage von „mehreren Dutzend“ Todesopfern. Eine konkrete Zahl sowie Angaben zur Identität stehen noch aus.

2. Nationalität der Opfer:
Mindestens zwei Verletzte stammen aus Frankreich. Da Crans-Montana ein international beliebter Urlaubsort ist, gehen die Behörden davon aus, dass auch ausländische Touristen unter den Opfern sind.

3. Sicherheitsvorkehrungen:
Noch ist unklar, ob die Bar überfüllt war oder ob es Mängel bei den Fluchtwegen gab. Auch Brandschutzbestimmungen und deren Einhaltung werden geprüft.

4. Brandursache:
Die Ermittlungen zur genauen Ursache laufen. Die Behörden werden durch das forensische Institut Zürich unterstützt. Auch die Identifikation der Todesopfer hat höchste Priorität.

Ausblick

Die Ermittlungen der Walliser Polizei und Staatsanwaltschaft laufen auf Hochtouren. Weitere Erkenntnisse werden in den nächsten Tagen erwartet. Die Behörden bitten die Öffentlichkeit eindringlich, Spekulationen zu unterlassen – aus Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer.

Crans-Montana: Augenzeugen berichten von Panik und Flammeninferno in der Bar „Le Constellation“

Crans-Montana, 1. Januar 2026 – Nach dem tragischen Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana werden immer mehr schockierende Details bekannt. Augenzeugen schildern eine Nacht voller Schreie, Panik und Lebensgefahr für rund 200 junge Gäste – darunter offenbar auch Minderjährige.


„Alle schrien, es herrschte absolute Panik“

Emma und Albane, zwei junge Französinnen, die in der Silvesternacht in der Bar feierten, berichteten gegenüber dem französischen Sender BFMTV: „Es herrschte absolute Panik, alle schrien.“ Die Situation sei innerhalb von Sekunden eskaliert.

Nach Angaben mehrerer Gäste war der mutmaßliche Auslöser des Feuers eine sogenannte Geburtstagskerze oder Wunderkerze, die von Kellnerinnen auf einer Champagnerflasche platziert worden war. Als eine Besucherin – auf den Schultern einer anderen – die Flasche in die Höhe hielt, soll die Kerze die Decke in Brand gesetzt haben. „Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus“, erinnert sich Besucherin Victoria.

Ein einziger Ausgang – zu wenig für 200 Gäste

Besonders tragisch: Die Bar war offenbar mit rund 200 Personen gut gefüllt. Viele der Gäste sollen Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren gewesen sein. Der einzige Ausgang war dem Andrang nicht gewachsen. In der Not schlugen Gäste Fenster ein, um sich und andere ins Freie zu retten.

Eine Frau stürzte laut Augenzeugenberichten in der Panik eine Treppe hinunter und verletzte sich am Knie. Feuerwehr und Polizei trafen zwar schnell am Ort des Geschehens ein, konnten das Ausmaß der Katastrophe jedoch nicht verhindern.

Vorläufige Bilanz: Dutzende Tote und viele Schwerverletzte

Die bisherigen Zahlen sind erschütternd: Die Behörden sprechen von mehreren Dutzend Todesopfern und rund 100 Verletzten – viele davon schwer. Zahlreiche Verletzte wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, einige auch mit Helikoptern in Universitätskliniken ausserhalb des Kantons Wallis verlegt. Das Spital Wallis hat den Katastrophenplan aktiviert.

Ursache weiter unklar – Ermittlungen laufen

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zur genauen Ursache des Brandes aufgenommen. Generalstaatsanwältin Beatrice Pilloud schloss einen Anschlag jedoch ausdrücklich aus. Hinweise auf Pyrotechnik und Brandschutzmängel stehen im Raum, sind aber noch nicht abschließend bestätigt.

Die Tragödie erschüttert nicht nur Crans-Montana, sondern die ganze Schweiz – mitten in einer Nacht, die eigentlich voller Freude hätte sein sollen. Die Behörden rufen weiterhin zur Zurückhaltung auf und bitten darum, Spekulationen zu vermeiden – aus Respekt vor den Opfern und ihren Angehörigen.

 

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