Ein Flashover (auf Deutsch auch „Feuerüberschlag“ genannt) ist ein extrem gefährlicher Moment in einem Brandverlauf. Dabei entzündet sich schlagartig der gesamte brennbare Rauch und die Gase im Raum – fast explosionsartig. Die Temperatur steigt in Sekunden auf über 600–1000 Grad Celsius.
Einfach erklärt:
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Bei einem Brand entwickeln sich sehr heiße Rauchgase, die sich unter der Decke sammeln.
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Diese Gase bestehen aus brennbaren Dämpfen – etwa aus Möbeln, Kunststoffen oder anderen Materialien.
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Wird eine kritische Temperatur erreicht (etwa 500–600 °C), entzünden sich diese Gase plötzlich gleichzeitig.
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Das Ergebnis: Der ganze Raum steht auf einen Schlag in Flammen – auch Möbel oder Gegenstände, die vorher noch nicht brannten.
Warum ist ein Flashover so gefährlich?
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Er tritt plötzlich auf, oft ohne Vorwarnung.
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Er verhindert die Flucht aus dem betroffenen Raum.
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Selbst Feuerwehrleute sind im Flashover-Bereich nur mit spezieller Schutzkleidung sicher.
Flashover in Crans-Montana?
In offiziellen Mitteilungen zur Katastrophe in Crans-Montana wurde ein Flashover als Teil des Brandgeschehens erwähnt. Das bedeutet, dass sich das Feuer möglicherweise durch brennbare Gase schlagartig im Raum ausgebreitet hat – was das extreme Ausmaß des Brands und die vielen Verletzten erklären könnte.
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