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.Warum die meisten Menschen Abnehmspritzen wie Ozempic nach einem Jahr abbrechen

qimono (CC0), Pixabay
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Die revolutionären Gewichtsverlust-Medikamente wie Ozempic, Wegovy oder Saxenda versprechen schnelle Erfolge – doch eine neue Studie zeigt: Fast zwei Drittel der Nutzer geben die teuren Spritzen innerhalb eines Jahres wieder auf.

Warum brechen so viele ab?

Laut der in JAMA Network Open veröffentlichten Studie gibt es drei Hauptgründe:

  1. Die Kosten sind zu hoch:
    • 65 % der Patienten ohne Diabetes hören innerhalb eines Jahres auf, weil ihre Krankenversicherung die Kosten nicht übernimmt.
    • Die Medikamente kosten oft über 1.000 Dollar pro Monat, und nur wenige Versicherungen decken sie für reinen Gewichtsverlust.
    • Höhere Einkommen korrelieren mit einer längeren Nutzung – wer es sich leisten kann, bleibt dabei.
  2. Nebenwirkungen sind zu stark:
    • Viele Patienten klagen über Magen-Darm-Probleme, von Übelkeit bis hin zu schweren Verdauungsstörungen.
    • In einigen Fällen führen die Nebenwirkungen sogar zu Klagen gegen die Hersteller.
  3. Die Ergebnisse bestimmen die Motivation:
    • Wer schnell Gewicht verliert, bleibt länger dran.
    • Wer nach dem Absetzen wieder zunimmt, probiert die Spritzen eher noch einmal.

Politik und Versicherungen als Hürde

Selbst wenn die Medikamente Wunder wirken könnten, scheitert es oft an der Finanzierung:

  • Nur 1 % der Versicherungen im Affordable Care Act deckt sie für Fettleibigkeit ab.
  • Medicare übernimmt die Kosten nur für Diabetes- oder Herzpatienten.
  • In einigen US-Bundesstaaten wurden Abnehm-Spritzen sogar explizit aus der Versicherungsleistung gestrichen.

Die Biden-Administration plante, die Kostenübernahme für Millionen von Medicare- und Medicaid-Patienten ab 2026 auszuweiten – aber ob die Trump-Regierung das durchziehen wird, ist fraglich.

Fazit: Nur für die Reichen?

Die Studie zeigt: Diese Medikamente könnten vielen helfen – aber nur, wenn sie bezahlbar wären. Ohne bessere Versicherungsmodelle bleibt der große Durchbruch aus, und Fettleibigkeit bleibt eine Frage des Geldbeutels statt der Medizin.

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