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Warren Buffetts Abschied – Berkshire Hathaway verliert seinen besten Werbeträger

geralt (CC0), Pixabay
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Mit dem angekündigten Rücktritt von Warren Buffett als CEO zum Jahresende 2025 verliert Berkshire Hathaway nicht nur seinen legendären Investor, sondern auch seinen wohl effektivsten Markenbotschafter.

Mehr als nur CEO: Buffett als Gesicht der Marke

Buffett war nicht nur für seine kluge Anlagestrategie berühmt, sondern auch für seine persönliche Präsenz auf der jährlichen Aktionärsversammlung in Omaha, die längst mehr als nur ein Business-Event ist – es ist ein regelrechtes Spektakel, eine Mischung aus Finanzmesse, Networking-Plattform und Shopping-Erlebnis.

Im sogenannten „Berkshire Bazaar of Bargains“ konnten Aktionäre 2025 auf rund 2.000 Quadratmetern rund 50.000 verschiedene Artikel aus dem Firmenimperium kaufen – viele davon versehen mit dem Konterfei von Buffett selbst oder seinem langjährigen Partner Charlie Munger.

Buffetts Vermächtnis als Symbolfigur auf Produkten

  • Squishmallows: Seit Berkshire 2022 den Mutterkonzern von Jazwares (Hersteller der beliebten Kuscheltiere) übernahm, gibt es limitierte Buffett- und Munger-Versionen – heiß begehrt und online teils für über 450 $ gehandelt.

  • See’s Candies: Buffett kaufte die Süßwarenmarke 1972 – weil er selbst ein Fan war. Heute gibt es sogar Sondereditionen wie die „Disco Buffett“-Pralinenschachtel.

  • Heinz und Kraft: Auch wenn die Fusion 2015 nicht von Dauer war, bleibt Berkshire größter Anteilseigner. Produkte wie Ketchupflaschen mit Buffett-Munger-Motiven waren Highlights im Fan-Shop.

  • Jell-O: Auch von dieser Kultmarke (einst zu Kraft Heinz gehörend) gab es Merchandise – inklusive Wackelpuddingformen mit Buffett-Munger-Karikaturen.

  • Fruit of the Loom: Die 2001 für 835 Mio. $ gekaufte Unterwäschemarke brachte – natürlich – Boxershorts mit Buffett-Druck hervor.

  • Brooks Running: Sportlich wird’s mit Sneakern, auf deren Sohle Buffett und Munger abgebildet sind – perfekt für Berkshire-Fans mit Lauflust.

  • Coca-Cola: Als größter Einzelaktionär (9,3 %) ließ sich Buffett sogar auf Sonderdosen der Kultmarke verewigen, besonders beliebt in Asien.

  • Duracell: Seit der Übernahme 2014 gehört auch die Batteriemarke zum Portfolio – samt Kunstporträt von Buffett, gestaltet aus hunderten Duracell-Zellen.


Fazit: Ein CEO wie kein anderer

Warren Buffett war für Berkshire Hathaway mehr als ein Finanzchef – er war das Gesicht, der Fanartikel, das Symbol der Marke. Sein Rückzug markiert das Ende einer Ära, in der Personenkult und unternehmerischer Erfolg Hand in Hand gingen.

Ob sein Nachfolger es schafft, auch nur annähernd den gleichen Charme auf T-Shirts, Gummibärchen oder Turnschuhen zu verbreiten, bleibt offen.

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