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Warnung vor ungebremster KI-Revolution

Willi-van-de-Winkel (CC0), Pixabay
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US-Senator Bernie Sanders schlägt Alarm: Weder der Kongress noch die amerikanische Öffentlichkeit hätten „auch nur eine Ahnung“ vom Tempo und Ausmaß der bevorstehenden KI-Revolution. Bei einer Veranstaltung an der Stanford University forderte er, die Entwicklung leistungsfähiger Systeme vorübergehend auszubremsen: „Wir müssen das verlangsamen.“

Gemeinsam mit dem demokratischen Abgeordneten Ro Khanna, der das Silicon Valley vertritt, hatte Sanders zuvor Gespräche mit führenden Tech-Managern geführt. Beide warnten vor einer neuen „vergoldeten Ära“, in der milliardenschwere Technologieunternehmer enorme Macht anhäufen.

Moratorium oder Steuerung?

Sanders plädiert für ein Moratorium beim weiteren Ausbau großer KI-Rechenzentren, um Politik und Gesellschaft Zeit zu verschaffen, Regeln zu entwickeln und Beschäftigte zu schützen. Khanna lehnt einen kompletten Stopp ab, spricht sich jedoch für eine gezielte Steuerung aus – etwa nach einem „Singapur-Modell“ mit Fokus auf erneuerbare Energien und Wassereffizienz. Zudem stellte er sieben Leitprinzipien vor, um eine „oligarchische Kontrolle“ der durch KI entstehenden Vermögen zu verhindern.

Sorge um Arbeitsplätze und Gesellschaft

Sanders verwies auf Prognosen, wonach Automatisierung durch KI und Robotik in den kommenden Jahren Millionen Jobs kosten könnte – vom Lkw-Fahrer bis zu Büroangestellten. Zugleich äußerte er Bedenken über die sozialen Folgen: Immer mehr Menschen nutzten KI auch als emotionale Unterstützung. „Was bedeutet es langfristig, wenn Arbeit als zentraler Bestandteil unseres Lebens wegfällt?“, fragte er.

Umfragen zeigen eine breite Skepsis in der Bevölkerung: Viele Amerikaner befürchten, dass KI in den nächsten Jahrzehnten mehr Arbeitsplätze vernichten als schaffen wird. Tech-Unternehmen hingegen betonen das Potenzial für Produktivität, Innovation und neue Berufsfelder.

Für Sanders steht fest: Künstliche Intelligenz sei weder per se gut noch schlecht. Entscheidend sei, wer von ihr profitiere – „eine Handvoll Milliardäre oder die breite Öffentlichkeit“. Er fordert deshalb eine grundlegende gesellschaftliche Debatte über die Zukunft von Arbeit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit im KI-Zeitalter.

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