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Warnung vor betrügerischen Anrufen durch falsche Polizeibeamte

ArturSkoniecki (CC0), Pixabay
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Das Bundeskriminalamt warnt aktuell eindringlich vor einer Welle betrügerischer Telefonanrufe, bei denen sich die Täter als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen ausgeben. Ziel ist es, vor allem ältere Menschen zur Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen zu bewegen. Die Täter agieren dabei zunehmend professionell – teils mit Hilfe von computergenerierten Anrufen („Call-Bots“) und perfiden Lügengeschichten.

Typische Maschen der Betrüger

🕵️‍♂️ „Falsche Polizisten“

Die Anrufer geben sich als Kriminalbeamte aus und behaupten beispielsweise, eine Einbrecherbande sei in Ihrer Nachbarschaft aktiv. Ihr Vermögen sei in Gefahr – zum „Schutz“ sollen Sie Geld oder Wertgegenstände an die „Polizei“ übergeben. In Wahrheit handelt es sich um Betrüger. Die Abholung übernehmen meist Mittäter, die sich ebenfalls als Beamte ausgeben.

📞 Anrufe mit Call-Bots

Mit computergenerierten Anrufen („Call-Bots“) werden Personen kontaktiert – meist auf Englisch. Angeblich seien Sie in kriminelle Machenschaften wie Geldwäsche oder Drogenhandel verwickelt. Um einer Festnahme zu entgehen, wird eine hohe Kaution gefordert. Oft werden dabei Telefonnummern technisch manipuliert, sodass auf dem Display scheinbar eine echte Amtsnummer erscheint („Spoofing“).

⚠️ Kautionsbetrug

Hier wird Ihnen erzählt, ein naher Angehöriger sei in einen Unfall verwickelt und säße in Untersuchungshaft. Nur durch die Zahlung einer sofortigen Kaution könne eine Freilassung erreicht werden. Auch hier werden häufig angebliche „Polizeibeamte“ zur Abholung des Geldes geschickt.

Täter setzen auf Angst, Druck und Isolation

Die Täter gehen psychologisch geschickt vor: Sie bauen Zeitdruck auf, erzeugen Stress und fordern, dass niemand von dem Gespräch erfahren dürfe – angeblich, um „laufende Ermittlungen nicht zu gefährden“. Oft wirken sie glaubwürdig, nutzen Namen echter Behörden oder Dienststellen und geben vor, nur helfen zu wollen.


So schützen Sie sich vor Telefonbetrug

  • 📵 Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort – legen Sie auf!

  • 🕵️‍♀️ Polizeibeamte fordern niemals Geld oder Wertgegenstände am Telefon!

  • 🪪 Lassen Sie sich immer einen Dienstausweis zeigen – und rufen Sie selbstständig bei der nächsten Polizeidienststelle an.

  • 💬 Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, bevor Sie handeln.

  • 🏦 Nehmen Sie Warnhinweise von Bankmitarbeitenden ernst – sie erkennen viele dieser Betrugsversuche.

  • 🚪 Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.

  • 💰 Geben Sie keine Informationen zu Ihren Finanzen am Telefon preis.

  • 📞 Im Zweifelsfall: Rufen Sie die 110 an – aber immer selbstständig und nicht über eine Rückrufnummer aus dem Gespräch!

  • 📝 Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie betroffen sind.


Hinweis: Die Polizei wird Sie niemals telefonisch zu einer Geldübergabe auffordern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – Echtheit prüfen, Gespräch beenden, Polizei verständigen!

Bleiben Sie wachsam – informieren Sie auch ältere Angehörige in Ihrem Umfeld!

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